Sushi Ei (寿司栄) wurde 1967 gegründet und 2021 wiedereröffnet. Küchenchef Satō Kazuhiro, die zweite Generation am Haus, serviert, was japanische Gäste „Hentai-Sushi“ nennen: bewusst unkonventionelles Sushi. Das Omakase lebt von direkten Gegenüberstellungen:
- hausgemachtes Karasumi (getrockneter Meeräschenrogen), einmal in Brandy, einmal in Daiginjō-Sake gereift
- fangfrischer gegen gereiften Butt
- Abalone in drei Zubereitungen
Der Fisch kommt direkt aus Häfen in ganz Japan statt über den Toyosu-Markt. Die Sake-Karte umfasst über 200 Positionen, darunter Raritäten wie Juyondai und Aramasa. Das Restaurant trägt den Tabelog Award 2026 in Silber.
Die beiden Karasumi tauchen in fast jeder Bewertung auf. Ebenfalls oft gelobt werden:
- weibliche Haarkrabbe
- Garnelen-Verkostungen von der Noto-Halbinsel (Gasu-Ebi, Shima-Ebi)
- Uni mit Thunfisch in der Schale
- Ankimo mit einer Glasur aus geräuchertem Eingelegtem
- eine Thunfischfolge aus Zuke, Chūtoro und Ōtoro
Gäste rühmen außerdem den Reis mit rotem Essig, den freundlichen Chef und die Tiefe der Sake-Karte.
Der ernste Kritikpunkt ist die Abrechnung. Mehrere Gäste berichten von Endsummen deutlich über dem genannten Menüpreis und von Extras, deren Preis erst nach dem Essen genannt wurde. Die Belege waren zudem nicht aufgeschlüsselt. Ein Paar erhielt ¥12.900 erst zurück, nachdem das Hotel angerufen hatte. Erwähnt werden außerdem langsame Getränke und ungeschickter Service. Stammgäste bekommen Extras und dominieren die Theke. Manchen sind die Portionen sehr groß und gelegentlich zu salzig.
Geöffnet ist nur abends, Mittagstisch gibt es keinen. Gäste zahlten 2025–2026 für das Omakase rund ¥33.500–35.000, zuzüglich 10 % Servicegebühr. Mit Getränken lagen die Rechnungen bei ¥39.000–71.000 pro Person. Typische Aufpreise laut Bewertungen:
- ein zusätzliches Stück Uni: etwa ¥5.000
- Sake, mit ¥1.400 pro Glas ausgewiesen: mit ¥2.100–4.150 berechnet
- zwei Gläser Eiswasser: ¥600
Für rund 30 Gänge halten viele den Preis für fair oder günstiger als in Tokio. Das gilt allerdings nur, wenn man die Extras im Griff behält und die Rechnung prüft.
- Anfahrt: 3 Minuten zu Fuß vom JR-Bahnhof Nishi-Chiba. Gäste empfehlen den Südausgang. Aus Tokio sind es rund 45 Minuten.
- Reservierung: nur mit Reservierung, ohne Buchung kein Einlass. Thekenplätze sind Monate im Voraus vergeben.
- Stornierung: 50 % des Menüpreises ab 10 Tagen vorher, 100 % am selben Tag.
- Plätze: insgesamt 16. Es gibt 10 an der Theke sowie Separees für 2, 4 und 6 Personen. Laut Gästen kosten die Separees einen Aufpreis. Exklusive Anmietung ist für bis zu 20 Personen möglich.
- Format: nur Omakase. Das Essen dauert 2–3 Stunden, die Mengen sind sehr groß.
- Bezahlung: Kreditkarten werden akzeptiert. E-Geld und QR-Zahlungen werden nicht akzeptiert. Es fallen 10 % Servicegebühr an.
- Dresscode: keine Sandalen, Tanktops oder Shorts, kein starkes Parfüm.
- Rauchen und Parken: Nichtraucherlokal. Eigene Parkplätze gibt es nicht; in der Nähe liegt ein kostenpflichtiger Parkplatz für 10 Autos.
- Tipp: Preise für Sake und Extras vor der Bestellung erfragen und eine aufgeschlüsselte Rechnung verlangen. Gäste berichten von Sprachbarrieren, daher hilft der Hotel-Concierge bei der Buchung und im Streitfall.




