Tonkatsu Bambou (とんかつ ばんぶー) ist ein Lokal mit zehn Plätzen, das ein Koch mit französischer Ausbildung ganz allein führt. Er frittiert das Schweinefleisch schonend, sodass es unter einer dünnen, leichten Panade zartrosa und sehr saftig bleibt. Das Tokusen-Rippenstück (Spezialauswahl) kommt als zwei getrennt frittierte Teile: das saftige Kernstück und der knusprigere äußere Rand. Das Filet ist laut Gästen so weich, dass man kaum Zähne braucht. Das Lokal erhielt den Tabelog Award 2025 in Bronze und war 2022, 2024 und 2026 unter den Tonkatsu-„Tabelog 100“.
Fast jede Bewertung lobt die Zartheit des Fleisches und die leichte Kruste. Stammgäste empfehlen Mineralsalz statt Sauce. Das Tonjiru, eine Misosuppe mit fein gewürfeltem Schweinefleisch und Gemüse, wird fast so oft gelobt wie das Katsu. Erwähnt werden auch das hausgemachte Zwiebeldressing auf einem hohen Berg Weißkohl, der Kartoffelsalat und der gut gekochte Reis. Gäste aus Korea und Taiwan nennen es das beste Tonkatsu, das sie in Japan gegessen haben.
Der Hauptkritikpunkt ist der Umgangston des Inhabers. Gäste beschreiben angespannte Stille und schroffe Zurechtweisungen, einem Gast wurde nahegelegt zu gehen, wenn er unzufrieden sei. Andere sahen ihn mit Kunden streiten oder eine Familie zu Essensresten befragen. Viele fanden ihn dagegen freundlich, sobald sie den Anweisungen folgten. Einzelne fanden die Panade auf der Saucenseite durchgeweicht oder das Katsu-ni (geschmortes Katsu) zäh.
Das angegebene Budget von ¥1.000–1.999 ist zu niedrig. Zwischen 2024 und 2026 zahlten Gäste rund ¥2.000–2.640 für das Standard-Lendenset und ¥2.600–2.970 für Tokusen-Rippenstück oder Tokusen-Filet. Die dick geschnittene Lende kostete etwa ¥2.970 inklusive Steuer, eine große Portion Reis kostet ¥100 extra. Mittags und abends gelten dieselben Preise, also rund ¥2.000–3.000 pro Person. Die Preise steigen jährlich, und laut Eintrag verstehen sie sich ohne 10 % Verbrauchssteuer.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist gut. Vergleichbares Katsu kostet laut Gästen im Zentrum Tokios ¥3.000–4.000 oder mehr. Die Sets sind großzügig, zu zweit gibt es halb-halb-Platten mit zwei Stücken.
- Anfahrt: 5 Minuten zu Fuß (etwa 300 m) vom Bahnhof Motoyawata, rund 30 Minuten vom Zentrum Tokios. Es gibt keine Parkplätze. Fahrräder bitte nicht vor dem Lokal abstellen.
- Reservierung: nicht möglich, man kommt einfach vorbei und stellt sich an. Frühestens 15 Minuten vor Öffnung kommen und sich leise rechts vom Lokal am Strommast anstellen, nicht vor dem Eingang des Nachbarhauses.
- Wartezeit: selbst zur ersten Runde etwa eine Stunde, später bis zu zwei Stunden. Abends ist es ruhiger. Rippenstück und dicke Lende sind oft schon in der ersten Runde ausverkauft.
- Bezahlung: nur bar. Keine Kreditkarten, kein E-Geld, keine QR-Zahlung.
- Kinder: Kleinkinder und Kinderwagen sind nicht erlaubt. Es gibt keine Kinderkarte, jeder Gast muss ein Gericht bestellen und aufessen.
- Plätze: 10 Plätze (6 am Tresen, 4 am Tisch). Es gibt keine Separees, das Lokal kann aber für bis zu 20 Personen exklusiv gemietet werden.
- Rauchen und Getränke: Nichtraucherlokal. Ausgeschenkt werden Sake und Wein.
- Hausregeln: Hände desinfizieren, warten, bis nach der Bestellung gefragt wird, nur einmal bestellen und Reis und Suppe nicht verschieben. Anweisungen kommen in schnellem gesprochenem Japanisch.
- Zum Mitnehmen: Bento bis spätestens am Vortag reservieren.







