Canadian World ist eine faszinierende, wenn auch etwas melancholische Hommage an Lucy Maud Montgomerys geliebten Roman „Anne auf Green Gables“. Ursprünglich als privater Themenpark konzipiert, fungiert er heute als kostenloser Stadtpark, der das fiktive Dorf Avonlea im Herzen Hokkaidos detailgetreu nachbildet. Er ist ein Zeugnis der anhaltenden Zuneigung Japans zu Anne Shirley und bietet eine einzigartige kulturelle Kuriosität für diejenigen, die sich für literarischen Tourismus oder das Phänomen verlassener Attraktionen interessieren.
Besucher loben durchweg die ruhige und oft menschenleere Atmosphäre des Parks, die eine friedliche Erkundung und Fotografie ermöglicht. Viele schätzen die Detailtreue der viktorianischen Architektur, insbesondere Annes Bauernhaus mit seinen ikonischen grünen Giebeln. Die eingespielte süßliche Klaviermusik, die von einigen als leicht unheimlich empfunden wird, trägt zum nostalgischen und immersiven Erlebnis bei. Die Tatsache, dass der Eintritt kostenlos ist, ist ein großer Anreiz und macht ihn zu einer zugänglichen Option für preisbewusste Reisende.
Um das Beste aus einem Besuch herauszuholen, empfiehlt es sich, eine Kamera mitzubringen, um die malerische, fast surreale Landschaft einzufangen. Rezensenten schlagen vor, etwa 1-2 Stunden hier zu verbringen, was ausreichend Zeit ist, um durch die Gebäude zu schlendern und die Ruhe zu genießen. Am besten besucht man ihn in den wärmeren Monaten, da der Park im Winter wegen starker Schneefälle geschlossen ist. Es gibt keine Essens- oder Getränkestände im Park, daher ist es ratsam, eigene Erfrischungen mitzubringen, wenn man einen längeren Aufenthalt plant. Angesichts seiner etwas abgelegenen Lage empfiehlt es sich, einen Besuch mit anderen Attraktionen in der Gegend von Ashibetsu oder Zentral-Hokkaido zu kombinieren.
Canadian World befindet sich in Ashibetsu, Hokkaido. Die öffentlichen Verkehrsmittel nach Ashibetsu selbst können begrenzt sein, und die Anreise zum Park vom Stadtzentrum aus erfordert oft ein Auto oder Taxi. Rezensenten erwähnen keine spezifischen Buslinien direkt zum Park. Für Autofahrer gibt es in der Regel ausreichend kostenlose Parkplätze vor Ort. Die relative Isolation des Parks bedeutet, dass ein persönliches Fahrzeug den bequemsten Zugang bietet, insbesondere für die Erkundung der weiteren Region Hokkaido.
Eine häufige Beschwerde ist der halb verlassene Zustand des Parks, wobei einige Gebäude geschlossen sind oder Anzeichen von Verfall aufweisen. Besucher sollten ihre Erwartungen hinsichtlich interaktiver Ausstellungen oder Personalpräsenz anpassen, da er eher als malerisches Freilichtmuseum denn als belebter Themenpark fungiert. Die Stille, obwohl für viele ein Pluspunkt, kann für andere auch etwas trostlos wirken. Um dies zu mildern, sollte man den einzigartigen Charme seiner Stille genießen und sich auf die Fotomöglichkeiten und die literarische Verbindung konzentrieren.

