Ein ehemaliger Banker hat ein Jahr auf einem Gut mit Landwirtschaft und Weinbau im Piemont gelernt. Heute führt er diesen Tresen mit sechs Plätzen ganz allein und kocht ein einziges Omakase-Menü rustikaler italienischer Regionalküche. Die Pasta macht er selbst und lässt sie bewusst weich statt al dente: Pappardelle, Pici, Orecchiette. Seine Bottarga reift zwei Jahre, das Panettone backt er selbst. Fisch bezieht er von namentlich bekannten Fischern aus Tsushima und Hitachinaka. 2024, 2025 und 2026 erhielt La Stalla einen Tabelog Award in Bronze.
Fast alle Gäste loben die Produktqualität und die Sorgfalt auf jedem Teller. Immer wieder genannt wird der Anago (Meeraal) aus Tsushima, in Marsala geschmort oder mit Butter beziehungsweise Bröseln gebacken. Hervorgehoben werden außerdem Terrine und Wurst vom Meishan-Schwein, weiche Pappardelle mit Lammragout, Pici mit Bärlauch, eine gesalzene Panna cotta mit Seeigel und rosa gegarte Rinderhüfte. Vom Fleisch wird ein Nachschlag angeboten. Viele erwähnen die Herzlichkeit des Kochs und seine Erzählungen am Tresen.
Kritik bleibt vereinzelt und klein. Einem Gast war der Anago etwas zu lange gegart, einem anderen nur lauwarm, einer fand kleine Gräten im Aal. Eine Pasta war einmal zu salzig, der Koch strich sie von der Rechnung. Manchen sind die Portionen zu üppig. Genannt werden auch die lange Dauer, die abgelegene Lage und die schwierige Reservierung.
Es gibt nur ein Menü, Mittag- und Abendausgaben sind also gleich: laut Restaurant ¥15,000–19,999. Derzeit wird nur abends serviert. Gäste zahlten 2024–2026 ¥17,600 für das Menü, Anfang 2026 einer ¥16,500. Eine Rechnung mit vier Gläsern Wein (¥4,000) und Sprudelwasser (¥850) belief sich auf ¥22,450. Mit sechs Gläsern Weinbegleitung und Digestif kam ein anderer Gast auf ¥22,600. Ein Stammgast schreibt, mehr als ¥20,000 werde es selten, außer man trinkt viel.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis gilt als außergewöhnlich. Den Wein kalkuliert der Koch laut Gästen fast zum Einkaufspreis, und manche fragen sich, wie seltene Zutaten wie Sansho-Blüten zu diesem Preis möglich sind. Dazu kommt die große Menge.
- Reservierung: nur mit Reservierung, spontan kommt man nicht hinein. Die Plätze sind oft etwa drei Monate im Voraus vergeben. Am besten über die offizielle Website (la-stalla.net) oder Ikyu buchen, telefonisch (090-8101-7656) kommt man schwer durch. Abneigungen und Allergien bei der Buchung angeben. Lange Ausschlusslisten sehen Stammgäste ungern.
- Ablauf: alle sechs Gäste beginnen gemeinsam um 19:00, also pünktlich sein. Das Essen dauert 3–4 Stunden.
- Anfahrt: ab Tsukuba Station, Ausgang A3, mit dem Matsushiro Circulator Bus C15 von Haltestelle 4. Abfahrt jeweils um :25 und :55. Bis Matsushiro 2-chome fahren, dann 5 Minuten zu Fuß. Mit dem Taxi etwa 10 Minuten. Das Restaurant liegt im 2. Stock, über eine Treppe.
- Parken: etwa 3 Stellplätze.
- Bezahlung: Kreditkarten (Visa, Mastercard, JCB, Amex, Diners). Kein E-Geld, keine QR-Zahlungen.
- Kinder: wer Kinder mitbringen möchte, sollte vorher direkt Kontakt aufnehmen. Kinderwagen sind willkommen.
- Plätze: 6 Plätze am Tresen, keine Separees. Das Restaurant kann komplett gemietet werden.
- Rauchen: Nichtraucherlokal.
- Haustiere: Hunde sind erlaubt.
- Sprache: Der Koch erklärt die Gerichte auf Japanisch. Englische Unterstützung ist nicht belegt.





