Mishima Seimenjo ist eine arbeitende Nudelfabrik ohne Schild und ohne Speisekarte, gelegen zwischen Reisfeldern in den Hügeln von Manno. Hier beginnt der Film UDON von 2006. Die Nudeln kommen frisch gekocht, heiß oder kalt und ohne Brühe. Gewürzt wird selbst am Tisch, mit Sojasauce, Frühlingszwiebeln, hausgemachtem Chili und Sudachi, einer kleinen lokalen Zitrusfrucht. Für Sanuki-Udon sind die Nudeln ungewöhnlich dünn und flach, mit scharfem, kantigem Schnitt. Das Lokal wurde mehrfach in die Tabelog Udon 100 aufgenommen, zuletzt 2024 für Kagawa.
Fast alle Gäste schwärmen von den Tischen im Freien mit Blick über Felder und Hügel. Die meisten empfehlen, ein rohes Ei über die heißen Nudeln zu schlagen, das ergibt Kamatama, Udon mit Ei und Sojasauce. Viele beschreiben die Nudeln als glatt und weizensüß. Gäste aus Korea nennen die Textur die beste, die sie je hatten, und fühlen sich wie in einem Film.
Genau diese Textur spaltet aber auch. Mehrere japanische Udon-Kenner fanden die Nudeln zu weich und ohne Biss, zwei vergaben 1 von 5. Einige Stammgäste meinen, die Nudeln seien weicher als früher, möglicherweise nach einem Generationswechsel. Vereinzelt werden welke Frühlingszwiebeln, ein unsauberer Raum und kurz angebundenes Personal erwähnt.
Gäste zahlten 2025–2026 etwa ¥200–250 für eine kleine Portion, ¥330–350 für eine große und ¥450 für eine extragroße. Ein rohes Ei kostete ¥50. Eine kleine Portion mit Ei lag meist bei ¥250–300, und drei Personen aßen zusammen für ¥1.000. Mittags gibt man typischerweise unter ¥1.000 aus. Abendessen gibt es nicht, da nachmittags geschlossen wird. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist außergewöhnlich. Die Portionen sind bewusst klein, daher ist das Lokal meist eine Station auf einer Udon-Tour.
- Anfahrt: Auto oder Taxi sind praktisch unverzichtbar. Von der Ausfahrt Mima IC am Tokushima Expressway sind es etwa 17 km, rund 40 Minuten. Mit dem Bus fährt man ab Kotohira Station mit der Kotosan Bus Miai Line Richtung Misumi bis Nakadori und geht dann 4 Minuten zu Fuß (262 m). Während der Öffnungszeiten fährt nur ein Bus, um 10:00 ab Kotohira. Wer innerhalb von etwa 30 Minuten zurück an der Haltestelle ist, erwischt die Rückfahrt, sonst wartet man rund 5 Stunden.
- Parken: 3 Plätze. Gäste nutzten auch den Parkplatz des nahen Gemeindezentrums Kotonami.
- Bezahlung: nur bar. Keine Kreditkarten, kein elektronisches Geld, keine QR-Zahlung. Bezahlt wird nach dem Essen, indem man bei der Rückgabe der Schale sagt, was man hatte.
- Reservierung: nicht möglich, man kommt einfach vorbei. An Feiertagen wartet man 40–60 Minuten und länger, werktags morgens ist es ruhiger.
- Bestellen: keine schriftliche Karte. Man sagt heiß oder kalt (atsui / tsumetai) und klein oder groß (shō / dai).
- Plätze: 10 Plätze in einem winzigen Raum, dazu eine offene Terrasse. Keine Separees. Wasser, Würzmittel und Geschirrrückgabe in Selbstbedienung. Mitnahme ist möglich.
- Sonstiges: Rauchen ist nicht erlaubt. Kinder sind willkommen.




