Miyoshi Udon liegt in einem kleinen, vom Inhaber selbst gebauten Blockhaus am Fuß eines steilen Hangs in der ländlichen Umgebung von Mitoyo. Jede Charge Teig wird von Hand geknetet und geschnitten, die Nudeln fallen daher angenehm unregelmäßig aus und kommen frisch gekocht in gemusterten Unikat-Schalen eines Keramikkünstlers auf den Tisch. Anders als in den vielen Selbstbedienungslokalen Kagawas wird hier am Tisch bestellt, und das Tempura kommt erst nach der Bestellung ins Fett.
Die meisten Gäste loben die glänzenden, kräftig bissfesten Nudeln, allen voran die kalte Bukkake (Nudeln mit einem Schuss konzentrierter Brühe), deren Textur mehrere mit Mochi vergleichen. Die Kake (Nudeln in heißer Brühe) lebt von einem tiefen, markanten Fond aus Iriko, getrockneten Sardinen. Immer wieder erwähnt werden das Iriko-Onigiri, ein Reisbällchen mit Brühe, Algen und Tempura-Krümeln, das ganze frittierte Chikuwa (Fischkuchen-Röllchen), das riesige Lotuswurzel-Tempura, die Keramik und der freundliche Inhaber.
Kritik gilt vor allem dem Tempura: Mehrere Gäste fanden es fettig, zumal es auf blanken Tellern serviert wird, auf denen sich das Öl sammelt. Manche hielten die Portion Toriten (Hähnchen-Tempura) für klein. Einige wenige empfanden die Nudeln als weich und die Brühe als dünn und waren nach dem Hype enttäuscht; einmal kam eine kalte Bukkake nur lauwarm, und ein Neuling fühlte sich beim Bestellen von einem knappen Mitarbeiter gehetzt.
Gäste zahlten 2024 bis 2026 rund ¥300–350 für eine kleine Kake, ¥500–550 für eine kleine Toriten-Bukkake und ¥650 für eine mittlere; eine extragroße Bukkake mit vier Nudelportionen kostete etwa ¥650. Tempura von Chikuwa oder Lotuswurzel lag bei etwa ¥100, Toriten bei ¥200, das Onigiri bei ¥100. Es gibt nur Mittagsbetrieb, eine Mahlzeit bleibt meist unter ¥1.000; Abendservice gibt es nicht.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist außergewöhnlich: Gäste staunen regelmäßig über volle Portionen, großzügiges Tempura und frische Nudeln zu diesem Preis.
- Anfahrt: rund 1,7 km von Hijidai; laut Gästen praktisch nur mit dem Auto erreichbar, schwer zu finden, mit steiler Schotterzufahrt zum Parkplatz.
- Parken: Parkplatz vorhanden.
- Reservierung: nicht möglich – einfach kommen und anstellen.
- Warteschlange: mittags üblich, im Sommer einmal rund 30 Minuten mit wenig Schatten; zur Öffnung oder nach 13:00 Uhr ist es ruhiger.
- Bestellen: mündlich am Platz nach einer rein japanischen Karte über der Theke; das Essen wird gebracht, das Tablett bringt man selbst zurück.
- Bezahlung: AMEX und PayPay werden akzeptiert, E-Geld (IC-Karten) nicht.
- Plätze: Thekenplätze; keine Separees, keine Exklusivmiete.
- Kinder: willkommen; familienfreundlich und gut für Alleinreisende.
- Rauchen: Nichtraucherlokal.




