Bei Nakanishi Udon (中西うどん) werden die Nudeln seit 1950 von Hand gemacht. Es sind sehr dicke, feste Gōmen ("starke Nudeln"), die in Brunnenwasser gekocht werden. Bedient wird man nicht, alles läuft über Selbstbedienung. Man nimmt eine Schale mit vorgekochten Nudeln, erwärmt sie selbst in einem Siebkorb im heißen Wasser und zapft die Dashi aus einem Hahn. Besonders hervorgehoben wird die Iriko-Dashi aus getrockneten Sardinen: Sie ist ungewöhnlich mild, und viele Gäste trinken sie bis zum letzten Tropfen. Das Lokal zog 2012 in sein heutiges Haus im Wohnhausstil. Tabelog nahm es 2020, 2022 und 2024 in seine Udon-Listen "Tabelog 100" auf.
Fast jede Bewertung lobt den Biss der Nudeln und die Brühe. Am häufigsten bestellt werden kalte Kake (Nudeln in Brühe) und Oroshi Bukkake (mit geriebenem Daikon und kräftigerer Sauce). Koreanische Gäste empfehlen besonders Niku Bukkake mit Rindfleisch. Ein Favorit ist das Anago-Tempura vom Meeraal, das so lang ist, dass es über den Schalenrand ragt. Beliebt sind außerdem Tempura von Chikuwa, Klettenwurzel und Lotuswurzel, süßes Aburaage und Oden. Das Personal gilt als herzlich und gut gelaunt, der Gastraum als geräumig und sauber.
Die Kritik hängt meist von der Uhrzeit ab. Das Tempura an der Selbstbedienungstheke ist oft kalt, und der Anago hat manche enttäuscht. Die Nudeln werden vorgekocht und sind je nach Ankunftszeit nicht mehr ganz frisch. Manchen ist die kalte Dashi zu salzig und sind die Nudeln zu hart. Ein Stammgast bekam ein uneinheitliches Shippoku-Udon mit Gemüseeintopf.
Gäste zahlten 2025–2026 etwa ¥370 für eine einfache Kake, ¥430–480 für Bukkake oder Oroshi Bukkake, ¥530 für eine doppelte Bukkake und ¥850 für ein doppeltes Curry-Udon. Tempura kostete rund ¥210–250 für Anago und ¥130–150 für Chikuwa. Mittags bleibt man meist unter ¥1.000 pro Person, zwei Personen mit großer Bestellung zahlten ¥2.020. Abendessen gibt es nicht, denn um 15:00 Uhr wird geschlossen.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Schon eine einfache Portion macht satt, und der riesige Anago gilt als Schnäppchen. Ein langjähriger Gast fand die jüngsten Preiserhöhungen allerdings etwas zu deutlich.
- Anreise: 20 Minuten zu Fuß (etwa 1,6 km) von der Ota Station an der Kotoden Kotohira Line. Laut Bewertungen dauert der Weg 20–30 Minuten, die meisten kommen daher mit Auto, Fahrrad oder Taxi.
- Parken: 30 Stellplätze.
- Reservierung: nicht möglich, man kommt einfach vorbei. Am Wochenende stehen mittags oft rund 20 Gruppen an, die Schlange bewegt sich aber zügig.
- Uhrzeit: Nudeln, Tempura und Oden sind irgendwann ausverkauft, daher früh kommen.
- Ablauf: erst bestellen und das Essen holen, dann Platz nehmen. Mitnahme ist möglich.
- Bezahlung: Kreditkarten (VISA, Master, JCB, AMEX), E-Geld (Verkehrs-IC-Karten wie Suica, Rakuten Edy, WAON, iD) und QR-Zahlung (PayPay, d Barai, Rakuten Pay, au PAY) werden akzeptiert.
- Plätze: 68 Plätze, darunter Thekenplätze und ein Tatami-Bereich. Separée gibt es keine, das Lokal ist rollstuhlgerecht.
- Kinder: Kinder jeden Alters sind willkommen, auch Babys, Kinderwagen ebenfalls. Im erhöhten Tatami-Bereich können Kleinkinder liegen.
- Rauchen: Im Lokal wird nicht geraucht. Laut Bewertungen liegt draußen direkt neben der Warteschlange ein Raucherbereich.
- Allergien: Soba wird im selben Wasser gekocht wie die Udon. Vorsicht also bei Buchweizenallergie.




