Das Aushängeschild von Menya Deko ist die Oi-Niboshi-Soba, ein Ramen auf Basis einer zweifach gekochten Brühe aus getrockneten Sardinen. Sie ist klar und kräftig fischig, aber fast frei von der Bitterkeit, die Niboshi sonst mitbringt. Daneben läuft ein ungewöhnlich einfallsreiches Wechselprogramm an Schüsseln. Dazu gehören eine cremige Austern-Soba (auch kalt serviert), eine Soba mit Makrele und Shiso und eine Krabben-Mazesoba ohne Brühe. Außerdem gibt es Aedama, eine gewürzte Extraportion Nudeln, die man pur isst oder in die restliche Suppe taucht. 2024 und 2025 wurde das Lokal in die Liste Tabelog Ramen Kanagawa „Tabelog 100“ aufgenommen.
Fast alle Bewertungen loben die saubere Brühe und die festen, dünnen Nudeln. Die Austern-Soba ist die meistgenannte Sonderschüssel und gilt vielen als einzigartig. Auch die Makrelen-Shiso-Soba wird immer wieder hervorgehoben. Ständig erwähnt werden die zwei Chashu-Sorten (Schweineschulter und Hähnchenbrust) und das Ingwer-Aedama. Das Personal wird als herzlich und geduldig beschrieben. Ein englischsprachiger Gast berichtet, dass es ausländischen Gästen beim Bestellen geholfen hat.
Die häufigste Kritik betrifft den Ticketautomaten und das Salz. Die vielen kryptischen Tasten sind schwer zu entziffern. Aedama, Nikumeshi (Reisschale mit Chashu) und die kalten Schüsseln empfinden manche als zu salzig. Einigen ist der Austern- oder Niboshi-Geschmack zu fischig, wer Meeresfrüchtebrühen nicht gewohnt ist, sollte das wissen. Manche halten die Portionen für den Preis zudem für knapp.
Gäste zahlten 2024–2026 etwa ¥1.000–1.050 für die Oi-Niboshi-Soba, mit mariniertem Ei ¥1.150. Die Austern-Soba kostete rund ¥1.250, mit allen Toppings ¥1.650. Die spezielle Makrelen-Shiso-Soba lag bei ¥1.600–1.700. Eine halbe Portion Ingwer-Aedama kostete etwa ¥250, das saisonale Aedama rund ¥500 und Nikumeshi ¥530. Mittags wie abends sollte man mit ¥1.000–2.000 rechnen. Eine Schüssel mit Toppings plus Aedama landet meist bei etwa ¥2.000.
Billig ist das nicht, doch die meisten Gäste halten den Preis für das Handwerk für angemessen. Einer würde nach eigener Aussage gern ¥2.000 zahlen.
- Anfahrt: 3 Gehminuten vom Bahnhof Shin-Maruko (Tokyu Toyoko Line) oder 5 Minuten vom Bahnhof Musashi-Kosugi (Tokyu Toyoko, JR Nambu, Yokosuka und Shonan-Shinjuku Line).
- Bezahlung: nur bar. Kreditkarten, E-Geld und QR-Zahlungen werden nicht akzeptiert. Der Automat im Lokal nimmt Scheine bis ¥10.000.
- Bestellung: Ticket am Automaten kaufen, bevor man sich anstellt. Bei Unklarheiten hilft das Personal, Menü und Sonderschüsseln stehen vorab auf dem X-Account des Lokals.
- Reservierung: nicht möglich, man kommt einfach vorbei. Mittags bilden sich oft kurze Schlangen.
- Plätze: 11 insgesamt (7 am Tresen, 2 Zweiertische). Keine Separees, das Lokal kann aber exklusiv gemietet werden.
- Kinder: willkommen, keine Altersbeschränkung.
- Portionen: keine große Portion; für mehr Nudeln ein Aedama bestellen.
- Rauchen: Nichtraucherlokal.
- Parken: keine eigenen Parkplätze, Münzparkplätze in der Nähe.






