Sagamihara Keyaki wurde von 2020 bis 2025 jedes Jahr in die Ramen-Auswahl "Tabelog 100" aufgenommen. Das Aushängeschild sind die Kombu-sui-Tsukemen. Zwei hausgemachte Nudelsorten, eine seidig und eine mit buchweizenartigem Biss, liegen in einer dicken Kombu-Brühe. Zuerst isst man sie mit feinem Salz, lokalem Yuzu-Kosho und Zitrus, danach tunkt man sie in eine klare Hühnerbrühe. Die zweite Spezialität ist das Aji-tsuki-Kaedama. Dieser Nachschlag Nudeln kommt bereits in einer von fünf Würzungen, etwa Meeresfrüchte-Soja oder Knoblauch, und lässt sich als eigenes Gericht essen. Die Brühen kommen ohne Glutamat aus.
Fast jede Kritik lobt den klaren, hühnerbetonten Shoyu-Ramen und die knackigen, weizigen dünnen Nudeln. Viele heben das zweierlei Chashu hervor: zarter Schweinebauch sowie saftiges, niedrigtemperaturgegartes Karree oder Huhn. Das blockförmig geschnittene Menma (Bambussprossen) ist ein Dauerthema. Auch der dunkle Sagami Black Ramen und der fleischreiche Makanai-Don werden oft genannt. Das Personal gilt als herzlich und aufmerksam, der Raum als sauber und stilvoll.
Nicht alle sind überzeugt. Eine Minderheit fand die Schalen fein, aber nicht so stark, wie die Schlange verspricht. Vereinzelt wird über sehr fettes Chashu, eine zu salzige Shio-Brühe, Schweinegeruch und einen leicht alkalischen Geruch der Nudeln geklagt. Die Kombu-Tsukemen können ausverkauft sein.
Gäste zahlten 2024–2026 rund ¥1.100–1.190 für Shoyu-Ramen und ¥1.300–1.340 mit mariniertem Ei. Die Kombu-Tsukemen kosteten etwa ¥1.540, mit Ei ¥1.600, und Sagami Black rund ¥1.190. Ein gewürztes Kaedama lag bei ¥250 (halbe Portion ¥200), der Makanai-Don bei ¥300–500. Mittags wie abends liegt man bei ¥1.000–1.999.
Einige halten das für Ramen-Verhältnisse teuer. Die meisten finden den Aufpreis durch das großzügige, hochwertige Chashu und das Handwerk gerechtfertigt.
- Anfahrt: etwa 290 m, rund 4 Gehminuten, vom Bahnhof Odakyu Sagamihara.
- Reservierung: nicht möglich, man stellt sich einfach an. Mittags wartet man oft 10–30 Minuten, an Wochentagabenden und am späten Nachmittag ist es meist ruhiger.
- Bestellung: am Ticketautomaten mit Touchscreen, teils schon in der Schlange. Das Lokal bittet jeden Gast um eine eigene Bestellung (im Eintrag als "ein Getränk pro Person" formuliert).
- Bezahlung: Kreditkarten (VISA, Master, JCB, AMEX, Diners, UnionPay) und QR-Zahlung (PayPay, d Barai, Rakuten Pay, au PAY, Alipay, WeChat Pay) werden angenommen. Elektronisches Geld (IC-Karten) wird nicht akzeptiert.
- Plätze: 10 insgesamt, davon 6 am Tresen und ein Vierertisch. Es gibt keine Separees und keine Exklusivbuchung.
- Rauchen: Nichtraucherlokal.
- Parken: keine Parkplätze.






