Inhaber und Küchenchef Chiba Takehiko wurde 2012 beim Caputo Cup, der Weltmeisterschaft der neapolitanischen Pizza, Dritter. Jede Pizza zieht, belegt und backt er selbst im Holzofen. An der Theke verfolgt man das ganze Schauspiel, und mehrere Gäste vergleichen seine Arbeit mit dem Schieber mit der eines Schwertkämpfers. Das Lokal (イル・ピッツァイオーロ) erhielt den Tabelog Award 2026 in Bronze. Das Markenzeichen ist der Teig: dünn, knusprig und für neapolitanische Verhältnisse ungewöhnlich leicht, mit leichtem Biss. Laut den Gästen schafft man zwei Pizzen, ohne sich beschwert zu fühlen.
Am häufigsten genannt werden die Margherita DOC mit Büffelmozzarella von Iovine und frischen Kirschtomaten sowie die Quattro formaggi mit Honig. Wer den Boden pur probieren will, bestellt die Marinara mit Tomate und Knoblauch, ganz ohne Käse. Auch die saisonalen Pizzen werden immer wieder gelobt, darunter eine Bismarck mit weichem Ei und Pancetta, Sommergemüse mit Salsiccia und eine Cicignelli mit Makrelenhecht und Glasfischchen. Die rote Hähnchenkeule aus dem Steinofen gilt als Pflichtbestellung. An der Tür begrüßt der sanfte Golden Retriever Theos die Gäste.
Hauptkritikpunkt ist das Tempo. Die Pizzen kommen einzeln, mitunter rund 30 Minuten auseinander, und ein Essen kann anderthalb Stunden dauern. Manchen Gästen schien die Pizza gemessen am Rummel oder am Preis nur gut. Einige Plätze liegen direkt unter einer kalten Klimaanlage. Einzelberichte erwähnen schmuddelige Einrichtung, eine Aushilfe, die eine bereits angenommene Bestellung ohne Entschuldigung ablehnte, und eine Rechnung, die ohne Erklärung über ¥1.000 über den Menüpreisen lag. Einige störte der Hund im Gastraum.
2024–2026 zahlten Gäste etwa ¥2.200 für eine Margherita (2024 noch ¥1.870), ¥3.080 für die Margherita DOC, ¥1.870 für die Marinara und ¥2.970 für die Quattro formaggi. Die Hähnchenkeule kostete rund ¥1.830 für 180 g, größere Stücke entsprechend mehr. Das Mittagsset mit Salat und Getränk schlug mit ¥600–660 zusätzlich zu Buche, eine Karaffe Hauswein mit ¥1.500–1.650. Man rechnet mittags mit ¥3.000–4.000 und abends mit ¥4.000–5.000. Die meisten finden das für Zutaten und Handwerk fair, einige sogar günstig. Einer Minderheit erscheint das Mittagessen teuer.
- Anfahrt: 3 Minuten (250 m) von der U-Bahn-Station Kita-Sendai, Ausgang Kita 1; 6 Minuten (450 m) vom JR-Bahnhof Kita-Sendai an der Senzan-Linie; 4 Minuten von den Bushaltestellen Daihara-iriguchi und Hayama-cho. Laut Gästen geht es bergauf durch ein Wohnviertel.
- Reservierung: unerlässlich, ohne Reservierung wird man abgewiesen. Gebucht wird online über Tabelog, TableCheck oder OMAKASE, meist ein bis zwei Monate im Voraus. Telefonische Reservierungen werden nicht angenommen. Theke oder Tisch kann man nicht wählen. Für Änderungen von Datum oder Personenzahl fällt eine Gebühr gemäß den Stornobedingungen an.
- Sitzungen: feste Zeitfenster. Die Tür öffnet exakt zur gebuchten Zeit, wer früher kommt, wartet draußen. Anderthalb Stunden einplanen.
- Hund: Im Restaurant lebt ein Golden Retriever. Nur buchen, wer damit kein Problem hat.
- Zahlung: Karten von VISA, Master, JCB, AMEX und Diners; Verkehrs-IC-Karten (Suica u. a.), Rakuten Edy, nanaco, WAON, iD und QUICPay; QR-Zahlung über d Barai, Rakuten Pay und au PAY.
- Kinder: willkommen.
- Plätze: 12, an der Theke und an Tischen. Es gibt keine Separees und keine Exklusivanmietung.
- Rauchen: Nichtraucherlokal.
- Parken: 3 Stellplätze.






