Hikariya Nishi (ヒカリヤ ニシ) kocht kreativ französisch, fast ausschließlich mit Produkten aus Nagano. Gegessen wird bei Kerzenlicht im Obergeschoss eines Kaufmanns-Reisspeichers von 1887. Das Gebäude ist als Kulturgut registriert. Aushängeschild der Küche ist „Handwerker“ (職人達), ein Salat aus rund 40 regionalen Gemüsen, jedes anders zubereitet. Dazu kommt eine Shiitake-Terrine in klarer Saiblingsbrühe. Im Frühjahr ergänzt ein Risotto mit über 50 wilden Berggemüsen das Menü. Das Haus erhielt den Tabelog Award 2026 in Bronze und wurde dreimal in die Tabelog French EAST „Tabelog 100“ aufgenommen.
Fast jede Bewertung lobt den Service. Restaurantleiter und Sommelier Kurihara-san wird immer wieder namentlich erwähnt. Gäste erinnern sich auch an kleine Gesten, etwa einen Taschenwärmer in der Manteltasche oder ein Geschenk zum Abschied. Neben Salat und Terrine heben Gäste die geröstete Zwiebel mit schwarzem Trüffel hervor. Ebenso gelobt wird das Wildschwein-Patty am duftenden Tamushiba-Zweig, einer heimischen Magnolie. Auch die Crème brûlée fällt oft. Mehrere vergleichen das Essen mit Zwei- und Drei-Sterne-Häusern. Die alkoholfreie Begleitung und die fermentierten Getränke ernten ungewöhnlich viel Lob.
Eine wiederkehrende Minderheit findet die Menüs zu gemüselastig und für französische Küche zu bitter. Ein Gast würde nicht wiederkommen. Einzelne Gänge wie die Karpfen-Ravioli oder die Ayu-Frühlingsrolle gelten als missglückt. Die Weinbegleitung ausschließlich mit Nagano-Weinen halten manche für etwas überteuert. Zwei ältere Bewertungen von 2020 berichten von einem kühlen Empfang, einem zugestellten Parkplatz und einem verlorenen Schirm.
In den Jahren 2025–2026 zahlten Gäste rund ¥22.000 für das Abendmenü inklusive Steuer und Service. Die Variante mit Shinshu-Rind kostete etwa ¥24.750. Das Mittagsmenü Queue de Lapin mit Premium-Rind lag bei etwa ¥13.750. Die Weinbegleitung kostete zwischen ¥9.000 (halb) und ¥12.000, die alkoholfreie Begleitung etwa ¥6.000. Üblich sind ¥20.000–29.999 am Abend und ¥10.000–14.999 mittags. Die meisten Gäste halten das für fair, viele sogar für günstig angesichts von Handwerk und Service. Besonders preiswert ist das Mittagsmenü. Ausnahme ist die Weinbegleitung.
- Reservierung: unerlässlich, ohne Buchung bekommt man keinen Platz. Gäste buchten zwei Wochen bis über einen Monat im Voraus über Tabelog oder telefonisch (050-3196-9444). Für Stornierungen am selben Tag wird eine Gebühr fällig. Allergien bitte vorab melden.
- Anfahrt: 15 Minuten zu Fuß oder 5 Minuten mit dem Taxi ab Matsumoto Station. Alternativ fährt der Bus Town Sneaker zur Haltestelle Higashimachi (North Course) oder Hakari Museum (East Course).
- Bezahlung: VISA, Master, JCB, AMEX und Diners werden akzeptiert. Elektronisches Geld wird nicht angenommen. Als QR-Zahlung ist nur Rakuten Pay möglich. Die Preise verstehen sich inklusive Steuer.
- Kinder: Familien mit Kindern im Grundschulalter oder jünger müssen einen Separee buchen (¥5.000 pro Raum).
- Dresscode: Smart Casual. Keine Jogginghosen, Trainingsanzüge oder Shorts, nichts Freizügiges oder Zerrissenes. Sandalen und Pantoletten sind nicht erlaubt, Schuhe mit Fersenteil sind Pflicht. Jeans und Sneaker sind erlaubt. Für Herren wird ein Sakko empfohlen, ist aber keine Pflicht.
- Plätze: 26 Plätze im Obergeschoss, davon 18 an Tischen. Separees für 2–8 Personen kosten ¥5.000 pro Raum. Das Haus kann für bis zu 20 Personen exklusiv gebucht werden.
- Sonstiges: Nichtraucherlokal. Parken ist am Hikariya-Parkplatz und auf Partnerparkplätzen von Kamitsuki Parking möglich. Mitbringen darf man nur Wein, nach Absprache, gegen ¥5.000 Korkgeld pro Flasche. Das Menü dauert 2–3 Stunden. Englisch ist laut Gästen kein Problem.










