Irori Yaki Ooyanagi (いろり焼 大柳) liegt in einem Bauernhaus an einem Gebirgsfluss im Dorf Hiraya. Die Gäste sitzen an langen, in den Boden eingelassenen Holzkohleherden (Irori) und grillen ihr Mittagessen selbst. Die Yamame-Forellen kommen so frisch auf den Spieß, dass sie sich noch bewegen. Daneben garen Gohei-Mochi, Spieße aus gestampftem Reis, die man mit Walnuss-, Sansho-, Egoma- (Perilla-) oder Yuzu-Miso bestreicht. Der Wirt geht durch den Raum und achtet auf eine Regel: den Fisch einmal wenden, das Mochi tausendmal.
Fast jede Bewertung lobt die salzgegrillte Yamame. Sie schmeckt klar, ist zurückhaltend gesalzen und wird so knusprig, dass man sie mit Kopf und Gräten isst. Beinahe ebenso oft wird das Yamame-Karaage (frittierte Forelle) als Überraschung genannt. Viele empfehlen das gemischte Set, um beides zu probieren. Gelobt werden außerdem die ländlichen Pickles, der gefriergetrocknete Tofu, der Raum am Fluss und der Spaß am Selbergrillen.
Die ständigen, schroffen Anweisungen des Wirts spalten das Publikum. Mehrere Ein-Stern-Bewertungen nennen sie bevormundend und unhöflich. Einige störten sich an Bemerkungen, Grillen sei „Männersache“, andere fanden seine Anweisungen widersprüchlich. Zwei Gäste berichten, ihre Misosuppe sei vergessen worden oder sehr spät gekommen, und einer fand das Mochi etwas trocken.
Das Restaurant ist ein reines Mittagslokal, Abendessen gibt es nicht. Mittags liegt man typischerweise bei ¥1.000–1.999. Für das Ōyanagi-Set (zwei Forellen, zwei Mochi, Pickles und Suppe) zahlten Gäste 2019–2022 ¥1.870, bis 2023–2025 waren es ¥1.950. Das gemischte Set kostete 2025 ebenfalls ¥1.950, eine zusätzliche Portion Karaage 2023 ¥600. Das Preis-Leistungs-Verhältnis wird durchweg gelobt: zwei ganze frische Fische, sättigende Mochi und Beilagen für unter ¥2.000. Gelegentlich legt der Wirt einen Fisch gratis dazu.
- Reservierung: nicht zwingend, aber empfohlen. Etwa 30 Minuten vor Ankunft unter 0265-48-2808 anrufen, damit die Kohle angefacht ist. Ohne Anruf warteten Gäste bis zu anderthalb Stunden.
- Anfahrt: mit dem Auto ab Sonohara Interchange auf der National Route 153 nach Süden, von Nagoya rund anderthalb Stunden. Öffentlich ab Iida Station mit dem Shinnan-Kotsu-Bus Richtung Soyama Iriguchi (Komaba Line) bis „Achi High School“. Dort in den Gemeindebus Richtung Neba (Achi–Hiraya–Neba Line) umsteigen und an „Hiramatsu“ aussteigen, dann 3 Minuten zu Fuß. Laut Restaurant gibt es nur drei Fahrten am Tag, realistisch ist also das Auto.
- Parken: Parkplätze vorhanden.
- Bezahlung: nur bar. Kreditkarten, elektronisches Geld und QR-Zahlungen werden nicht akzeptiert.
- Plätze: 40 Plätze an vier Herden mit je 10 Plätzen, die man mit anderen Gästen teilt. Gesessen wird auf Kissen am Boden, niedrige Hocker gibt es auf Anfrage. Keine Separees, keine Exklusivmiete.
- Rauchen: Nichtraucherlokal.
- Bestellung: Bestellt wird gleich am Eingang, Nachbestellungen am Platz werden abgelehnt, also vorher entscheiden. In manchen Jahreszeiten gibt es nur 40–50 Sets pro Tag.
- Sprache: Der Wirt erklärt das Grillen mündlich, schnell und nur auf Japanisch. Die Regeln hängen ebenfalls auf Japanisch an der Wand.
- Getränke: Sake und Flaschenbier, kein Fassbier.




