Kamisuwa Ashizawa (上諏訪 芦澤) hat im Dezember 2024 eröffnet und wird von einem Ehepaar geführt. Der in Suwa geborene Koch lernte im Ryokan Asaba und im Iseki in Ginza. Am Tresen mit acht Plätzen kocht er Kaiseki auf Tokioter Niveau, also ein mehrgängiges saisonales Menü. Den Fisch bezieht er aus Kanazawa und Numazu, den Rest liefern die Berge ringsum. Im Frühjahr sind das Sansai (wilde Berggemüse), im Herbst Matsutake-Pilze. Es gibt sogar Fleisch vom wilden Kragenbären (Tsukinowaguma), serviert als Shabu-Shabu oder Sukiyaki.
Die Herzlichkeit des Paares wird in fast jeder Bewertung erwähnt. Englischsprachige Gäste nennen am häufigsten das Ankimo (Seeteufelleber). Andere heben diese Gerichte hervor:
- das geschmorte Schweinefleisch im Stil von Bak Kut Teh in den günstigeren Menüs
- das hausgemachte Karasumi (getrockneter Meeräschenrogen)
- den über Holzkohle gegrillten Fisch
- den Reis aus dem Tontopf mit Beilagen, von dem viele Nachschlag nehmen
- das Kuzukiri, am Tresen zubereitete Pfeilwurzel-Nudeln in schwarzem Sirup, oft als das beste je gegessene bezeichnet
Die Kritik ist konkret. Eine englische Besucherin fand zwei oder drei Gänge unangenehm bitter, und ihr Wunsch nach einer Geste zu einem besonderen Anlass blieb unbeachtet. Ein japanischer Gast hielt die Zutaten für bescheiden und vermisste einen Höhepunkt. Andere erwähnen einen stillen Raum ohne Musik, ein langsames Tempo und Thunfisch, der schwächer ist als in Tokio.
Die Preise sind gestiegen. 2026 zahlten Gäste für die drei Abendmenüs ¥11.000, ¥16.500 und ¥27.500, inklusive Steuer und Service. 2025 kosteten dieselben Menüs noch ¥8.800, ¥13.000 und ¥22.000 zuzüglich 10 % Service. Mittags gibt es ein einziges Menü für etwa ¥10.000. Für ein Ebisu-Bier zahlten Gäste rund ¥900, für eine Karaffe Nagano-Sake ¥1.650–1.760. Dokumentierte Rechnungen: ¥15.290 für das ¥13.000-Menü mit Bier und ¥30.910 für das große Menü mit zwei Karaffen. Rechnen Sie mittags mit etwa ¥10.000 und abends mit ¥15.000–20.000.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis wird durchweg gelobt. Ein englischsprachiger Gast schätzte, dass dieselbe Qualität in Tokio das Zwei- bis Dreifache kostet. Selbst beim günstigsten Menü wird an den Zutaten nicht gespart.
- Anfahrt: etwa 420 m bzw. 6–7 Gehminuten vom Bahnhof Kami-Suwa.
- Reservierung: nur mit Reservierung, spontane Besuche sind nicht möglich. Buchen Sie per Telefon (0266-33-9022) oder per Instagram-DM; eine Übersetzungs-App genügt. Das große Menü erfordert mindestens 3 Tage Vorlauf. Laut einer aktuellen Bewertung gibt es es inzwischen nur noch bei Exklusivbuchung ab 4 Personen.
- Bezahlung: Kreditkarten werden akzeptiert. Elektronisches Geld und QR-Code-Zahlungen werden nicht akzeptiert.
- Plätze: 8 Tresenplätze, keine Separees. Das Restaurant kann exklusiv gemietet werden.
- Getränke: Schwerpunkt auf Sake und Wein; laut Restaurant dürfen eigene Getränke mitgebracht werden.
- Rauchen: Nichtraucherlokal.
- Parken: 4 Stellplätze gegenüber auf der anderen Straßenseite.
- Dauer: 2,5–3 Stunden einplanen.
- Sprache und Ernährung: Die Gastgeberin spricht etwas Englisch. Ernährungswünsche und Kindermenüs lassen sich im Voraus absprechen.






