Kaum ein Soba-Meister kontrolliert die ganze Kette vom Feld bis zur Schale so konsequent. Der Inhaber von Sekizawa baut Bio-Buchweizen in seinem Heimatdorf Sakae an. Er erntet ihn von Hand, trocknet ihn in der Sonne und mahlt auf dem Mühlstein nur die Tagesmenge. Das Markenzeichen ist das Sanmai, eine Folge dreier Soba-Sorten, die Tablett für Tablett serviert werden. Typisch sind Kiko-uchi (100 Prozent Buchweizen, hauchfein geschnitten), eine saisonale Kawari-Soba mit Yuzu, Sesam, Ingwer oder Ume im Teig und grob gemahlene Arabiki. Der hohe Holzraum kommt ohne Hintergrundmusik aus, Fotografieren ist verboten.
Gäste loben vor allem die Textur. Die Nudeln sind sehr fein und trotzdem bissfest, mit sauberem Abgang und natürlicher Süße. Manche essen das erste Tablett ganz ohne Dip. Am meisten Begeisterung weckt die Kamo-Nanban, heiße Soba mit Ente und Yuzu, die oft als die beste überhaupt beschrieben wird. Gelobt werden auch Kamoyaki (auf der Eisenplatte gebratene Ente) und Sobamochi in heißer Brühe. Ebenso beliebt ist ein gedämpftes Buchweizen-Yokan mit Esskastanie, zu dem Brandy gereicht wird.
Eine beständige Minderheit kritisiert schroffes oder wortkarges Personal, Druck bei der Bestellung und schwer verständliche Erklärungen zu den Gerichten. Andere bemängeln langsamen Service bei Andrang, einen eiskalten Holzboden im Winter und kleine Portionen. Einige fanden die Soba für den Preis gewöhnlich.
Zwischen 2023 und 2026 zahlten Gäste etwa ¥1.500–1.600 für das einfache Sanmai und ¥1.950–2.200 für das Akane-Sanmai mit Ente. Die Natto- und Tororo-Folgen (mit geriebener Yamswurzel) kosteten ¥1.800, Kamoyaki ¥1.650–1.850. Die große Portion kostete ¥500–550 Aufpreis, Soba-Desserts ¥400–450. Mittags gibt man ¥1.000–1.999 aus, abends ¥3.000–3.999. Für dieses Handwerk sind drei Soba-Sorten unter ¥2.000 fair; wer hungrig ist, nimmt die große Portion.
- Anfahrt: etwa 7 Gehminuten (439 m) vom Bahnhof Tsusumi der Nagano Electric Railway. Das Lokal befindet sich in einem Wohnhaus.
- Reservierung: Für das reguläre Mittagsmenü ist keine Reservierung nötig, man stellt sich an. An Wochenenden und Feiertagen erhält man drinnen eine Holzmarke und wird aufgerufen. Wartezeiten von 40–60 Minuten sind üblich, daher besser vor 11:30 Uhr kommen. Soba-Kaiseki gibt es nur mit Reservierung: mittags nur werktags, für 2–8 Personen, und abends, wenn ausschließlich mit Reservierung bedient wird. Telefon: 026-247-5652.
- Bezahlung: nur bar. Kreditkarten, E-Geld und QR-Zahlungen werden nicht akzeptiert.
- Plätze: 29 (5 an der Theke, 24 an Tischen, teils geteilt). Es gibt keine Separees und keine Exklusivmiete. Schuhe zieht man am Eingang aus.
- Regeln: keine Fotos von Raum oder Speisen, keine Handynutzung. Das Lokal ist rauchfrei.
- Parken: 8 Plätze vor dem Haus, 2–3 weitere etwas entfernt, geeignet für Kleinwagen.
- Sprache: Die Speisekarte gibt es nur auf Japanisch und ohne Bilder.
- Saisonale Schließung: Von Ende September bis in den Oktober ist oft wegen der Buchweizenernte geschlossen. Vor der Anreise die Facebook-Seite des Lokals prüfen.








