Der Koch lernte im Miyamaso, Kyotos berühmter Adresse für tsumikusa ryōri, die Küche der gesammelten Wildpflanzen. In den Bergen von Nagano sammelt er Bergkräuter und seltene Pilze selbst, im Sommer angelt er Ayu (Süßfisch) in den Flüssen der Umgebung. Serviert wird ein festes Kaiseki aus acht Gängen an nur zwei oder drei Tischen. Das Restaurant liegt in einem 160 Jahre alten ehemaligen Seidenraupen-Bauernhaus mit eindrucksvollem Hausaltar und Blick in den Garten.
Fast alle Gäste nennen das Hassun, eine Platte mit Wildkräutern und Pilzen, als Höhepunkt des Menüs. Zum Sashimi gibt es hausgemachtes Kombu-Shōyu, eine pastenartige Sojasauce mit Seetang anstelle der flüssigen. Gelobt werden außerdem die geräucherte Sawara (Spanische Makrele) mit gerösteter Quitte und der Reis aus dem Tontopf, je nach Saison mit Bambussprossen, Ayu oder Kōtake-Pilzen. Was vom Reis übrig bleibt, wird zu Onigiri zum Mitnehmen geformt. Häufig erwähnt werden auch der herzliche Service der Wirtin und das präzise Tempo der Gänge.
Die Kritik fällt gering aus. Manchen ist die Würzung zu zurückhaltend. Zwei Gäste fanden, dass die vielen Meeresfischgänge das Bergkonzept verwässern. Einer stieß auf eine kleine Gräte, ein anderer vermisste ein einzelnes herausragendes Gericht.
Mittags wie abends gibt es zwei Menüs. Gäste zahlten zwischen 2022 und 2026 ¥6.600 oder ¥8.800. Lokaler Sake kostete etwa ¥800–1.000 pro Gō (180 ml), ein Pfirsichsaft etwa ¥700. Mit Getränken sollte man mittags wie abends mit rund ¥10.000 pro Person rechnen.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis gilt als außergewöhnlich. Gäste schreiben immer wieder, dass vergleichbare Küche in der Stadt ein Mehrfaches kosten würde, und die großzügigen Portionen machen satt.
- Reservierung: nur mit Reservierung, telefonisch unter 0268-67-3910. Die Tische sind Wochen bis Monate im Voraus vergeben, und Reservierungen für denselben Tag werden nicht angenommen. Ohne Reservierung gibt es keinen Platz.
- Alter: Gäste müssen mindestens 12 Jahre alt sein und das Erwachsenenmenü essen können (die Portionen lassen sich anpassen).
- Anfahrt: Vom Bahnhof Shigeno der Shinano Railway sind es etwa 10 Minuten mit dem Taxi, das vorab bestellt werden muss. Vom Bahnhof Komoro sind es etwa 20 Minuten, laut Gästen rund ¥3.500 pro Strecke. Vom Bahnhof Ueda sind es etwa 35 Minuten. Praktisch braucht man ein Auto, und die Einfahrt übersieht man leicht.
- Parken: 6 Stellplätze.
- Bezahlung: nur bar. Kreditkarten, E-Geld und QR-Zahlungen werden nicht akzeptiert. Es gibt keine Servicegebühr.
- Kleiderordnung: Schuhe werden am Eingang ausgezogen, barfuß ist der Zutritt nicht erlaubt – also Socken mitbringen.
- Plätze: 10 Plätze in einem Tatami-Raum. Separees gibt es nicht, das ganze Haus kann aber für bis zu 20 Personen gemietet werden.
- Rauchen: Nichtraucherlokal.
- Auszeichnungen: ausgewählt für Tabelog Japanese cuisine EAST "Tabelog 100" in den Jahren 2023 und 2025.




