Unagi no Matsu Ka (うなぎのまつ嘉) wurde in der Edo-Zeit gegründet und wird heute in sechster Generation geführt. Verarbeitet wird ungewöhnlich großer Aal aus Isshiki in der Präfektur Aichi. Er wird nach Kanto-Art zunächst gedämpft und dann über Holzkohle gegrillt, bis nicht nur die Haut, sondern auch das Fleisch eine knusprige Oberfläche hat. Innen bleibt er weich und saftig. Der Ablauf gehört dazu: Man bestellt vor der Öffnung draußen und wartet dann bei Tee auf Tatami in einem alten Holzhaus, während der Aal auf dem Grill liegt.
Fast jede Bewertung lobt den Kontrast aus knuspriger Kruste und lockerem Inneren. Gelobt werden außerdem das Fehlen kleiner Gräten und der saubere, nicht modrige Geschmack. Beim Una-ben, einer Lackbox mit anderthalb Aalen, ragt der Fisch über den Rand. Das Kimo-yaki, ein üppiger Teller gegrillter Aalleber, gilt immer wieder als Pflichtbestellung, ebenso die Lebersuppe. Zu Getränken gibt es gratis frittierte Aalgräten-Cracker. Das Personal wird als herzlich beschrieben und verteilt im Winter Decken an die Wartenden.
Hauptkritikpunkt ist die Wartezeit: Nach der Bestellung sitzt man drinnen etwa anderthalb bis zwei Stunden, und das lange Sitzen auf Tatami empfinden manche als anstrengend. Einigen war die Sauce zu salzig oder kräftig, der Reis zu weich oder unauffällig. Ein paar Gäste fanden den Aal gut, aber nicht außergewöhnlich, und das Una-ben ist manchem zu groß. Ein Gast beanstandete, dass eine einzelne Person für eine Gruppe von 14 anstehen und bestellen darf.
Es gibt nur Mittagessen, abends ist geschlossen. Gäste zahlten 2024–2026 etwa ¥3.900–4.200 für das Una-don (ein Aal, mit Lebersuppe und Pickles) und rund ¥6.300 für das Una-ben (2023 noch ¥5.500). Kimo-yaki kostete etwa ¥900, Una-zake (Sake mit Aal) ¥1.300 und ein mittleres Sapporo Akaboshi ¥650. Für ein Mittagessen sollte man mit etwa ¥4.000–7.000 pro Person rechnen.
Wer Tokioter Preise kennt, findet das für diese Qualität günstig. Das Una-don allein macht die meisten satt.
- Anfahrt: 12 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Matsumoto (JR Shinonoi Line), Castle Exit (East Exit).
- Reservierung: nicht möglich, man stellt sich einfach an. Oft ist schon vor der Öffnung ausverkauft. Gäste kommen werktags bis 9:00 und am Wochenende bis 8:00–8:30. Das Una-ben ist meist zuerst weg, danach gibt es nur noch Una-don.
- Kimo-yaki: sehr begrenzt. Laut Restaurant gibt es 2–3 Portionen, laut Bewertungen reicht es etwa für die ersten 3–4 Gruppen.
- Ruhetage: Montag, Dienstag und Donnerstag. Unangekündigte Schließungen kommen vor, und die Betreiber erwägen, nur noch am Wochenende zu öffnen. Vorher anrufen.
- Bezahlung: nur bar. Kreditkarten, E-Geld und QR-Zahlungen werden nicht akzeptiert.
- Plätze: 59 Plätze, ausschließlich auf Tatami. Es gibt keine Separees und keine Exklusivbuchung. Ein Buch für die Wartezeit mitnehmen.
- Rauchen: Nichtraucherlokal.
- Parken: drei Stellplätze für Kleinwagen vor dem Haus und drei dahinter, die Zufahrt ist sehr eng und schwer zu finden. Das Restaurant empfiehlt einen Münzparkplatz.
- Zum Mitnehmen: möglich.
- Sprache: Das Personal spricht kaum Englisch, ist aber sehr freundlich.










