Kishimoto Shokudo wurde 1905 gegründet und gilt oft als älteste Soba-Küche Okinawas. Die Nudeln entstehen noch im Haus, und zwar mit Lauge aus Holzasche statt mit industriellem Alkaliwasser. Das Ergebnis ist eine bissfeste, rustikale Nudel mit leichtem Rauchton, die man in den meisten Okinawa-Soba-Lokalen nicht mehr bekommt. Die Karte ist kurz: Soba in zwei Größen und Juushii, mit Schweinefleisch und Gemüse gegarter Würzreis.
Am beständigsten gelobt wird die Brühe. Sie ist klar und tief, mit Bonito und Schwein angesetzt, und viele Gäste trinken die Schale leer. Viel Zuspruch erhält auch das Sanmainiku, dicke Scheiben geschmorten Schweinebauchs mit süß-würziger Note. Den Juushii nennen viele den besten, den sie je gegessen haben, und japanische Gäste, die mehrere Soba-Lokale verglichen, halten ihn für das Highlight des Hauses. In englischen Bewertungen wird er oft als 'fried rice' bezeichnet, ist aber gegarter Würzreis. Familien schätzen die Tatami-Plätze, Kinderstühle und Kinderbesteck.
Die Nudeln spalten die Meinungen. Manche ausländische Gäste fanden sie hart, brüchig oder nicht gar, während Fans genau diese Festigkeit als traditionell verteidigen. Einige empfanden das Fleisch als zäh oder trocken, andere das Personal als kurz angebunden. Manchen ist die Schale eine lange Schlange nicht wert.
Gäste zahlten 2026 rund 950 ¥ für die kleine Soba, 1.100 ¥ für die große und 350 ¥ für Juushii. Eine komplette Mahlzeit kostet etwa 1.100–1.500 ¥, mittags wie am späteren Nachmittag.
Für ein berühmtes, über hundert Jahre altes Haus ist das fair, auch wenn Stammgäste sich an 650 ¥ erinnern. Die große Portion lohnt sich: Die kleine reicht laut Bewertungen eher für Kinder.
- Reservierung: nicht möglich. Einfach vorbeikommen und anstellen.
- Warteschlange: zu Stoßzeiten 10–60 Minuten im Freien, oft schon vor der Öffnung um 11:00. Sonnen- oder Regenschirm mitbringen.
- Ausverkauf: Juushii gibt es nur 50-mal am Tag, meist bis Mittag oder frühen Nachmittag. Soba kann bis zum späten Nachmittag ausgehen. Ein Gast, der um 16:16 kam, wurde abgewiesen.
- Anfahrt: mit dem Auto über den Okinawa Expressway bis Kyoda IC, dann Nationalstraße 58 und Präfekturstraße 84, rund 23 km Richtung Motobu. Vom Churaumi Aquarium ist es eine kurze Fahrt.
- Parken: drei Parkplätze in der Nähe, ein Lageplan hängt vor dem Lokal.
- Bezahlung: nur bar. Kreditkarten, E-Geld und QR-Zahlung werden nicht akzeptiert. Bezahlt wird nach dem Essen.
- Plätze: 35, davon 16 an Tischen und 19 auf Tatami. Es gibt keine Separees, daher warten Gruppen ab fünf Personen länger.
- Kinder: willkommen.
- Rauchen: Nichtraucherlokal.
- Sprache: Das Personal bedient auch englischsprachige Gäste.




