Soba no Mi Ikkanjin (そばの実 一閑人) mahlt seinen Buchweizen selbst und serviert zwei ganz unterschiedliche Soba-Stile, die man nebeneinander bestellen kann. Genbiki wird samt schwarzer Schale auf dem Mühlstein gemahlen. Das ergibt eine grobe, intensiv duftende Nudel, die mit geriebenem Daikon serviert wird. Kikouchi ist eine seidige Nudel aus 100 % Buchweizen, dazu gibt es frischen Wasabi und feines französisches Salz. Zum Abschluss kommen ein ungewöhnlich dickes, fast breiartiges Sobayu (das Kochwasser, mit der restlichen Dip-Sauce getrunken) und ein kostenloses saisonales Dessert, oft Milch- oder Hojicha-Pudding. Tabelog nahm das Haus 2022 in die Soba-Auswahl „Tabelog 100“ auf und 2025 in die EAST-Ausgabe.
Die Nudeln loben fast alle Rezensionen, allen voran die Genbiki. Sobagaki, einen weichen Buchweizenkloß, nennen viele das beste, das sie je gegessen haben. Ebenfalls häufig gelobt werden Tororo-Soba mit geriebener Yamswurzel, Natto-Soba und kalte Oroshi-Soba mit Garnelen-Miso. Dazu kommen Sudachi-Soba im Sommer, in Miso marinierte gegrillte Garnelen und Rinderzunge. Gäste erwähnen außerdem den sauberen, frisch renovierten Holzraum und das freundliche Personal.
Hauptkritikpunkt ist das Warten. Ein bis zwei Stunden sind üblich, nach der Bestellung vergehen oft über 30 Minuten, und während des Wartens gibt es keinen Handyempfang. Genbiki ist häufig schon mittags ausverkauft, Spätkommenden wird dann Udon angeboten. Einige fanden die Soba für den Ruf eher gewöhnlich oder die Portionen klein. Manche empfanden das Personal bei Andrang als kurz angebunden oder die Raucherecke als zu nah an der Wartebank.
Gäste zahlten 2024–2026 etwa ¥1.000–1.100 für Kikouchi- oder Genbiki-Seiro (kalte Nudeln) und ¥600 plus Steuer für einen Nachschlag. Tororo- oder Natto-Soba kosteten ¥1.300 plus Steuer, kalte Oroshi-Soba ¥1.650 und Entensoba ¥2.000. Sobagaki lag bei ¥1.320 (mindestens zwei Portionen), drei Miso-Grillgarnelen bei ¥818. Mittags gibt man typischerweise ¥1.000–1.999 aus, abends ¥4.000–4.999. Für die Abendmenüs nennen die Rezensionen keine Preise.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis gilt als gut. ¥1.000–1.300 für handgemachte Soba dieser Qualität, inklusive Sobayu und Dessert, finden Gäste fair bis günstig. Die Portionen sind klein, daher bestellen die meisten einen Nachschlag.
- Anfahrt: ländliche Lage am Tanuki-See, etwa 30 Autominuten vom Bahnhof Fujinomiya. Ohne Auto kommt man praktisch nicht hin. Parkplätze sind vorhanden.
- Reservierung: mittags nicht möglich. Einfach hinfahren und den Namen auf die Tafel am Eingang schreiben, am besten 30–60 Minuten vor der Öffnung um 11:00. An vollen Tagen beginnt die Liste schon um 9:00. Das Abendessen (Fr–So) gibt es nur mit Reservierung, Tempura nur abends.
- Warten: Namen werden über einen Außenlautsprecher aufgerufen. Es gibt weder Mobilfunk noch WLAN. Das Lokal kann schließen, sobald die Nudeln aus sind, deshalb den Nachschlag gleich mitbestellen.
- Bezahlung: nur bar. Kreditkarten, E-Geld und QR-Zahlungen werden nicht akzeptiert, eine Quittung gibt es nicht.
- Kinder: Kinder im Vorschulalter (bis einschließlich 6 Jahre) haben mittags keinen Zutritt.
- Plätze: 20 Plätze, überwiegend auf Tatami, dazu eine Theke und ein Tisch mit Fußgrube. Schuhe werden ausgezogen. Separees gibt es nicht.
- Rauchen: drinnen Nichtraucher.
- Sprache: Die Karte ist auf Japanisch, aber bebildert. Ein englischsprachiger Gast bestellte problemlos.
- Getränke: Sake, Shochu und Wein.





