Suehiro Zushi gilt als Geburtsort des Maguro Hagashi. Vom Südlichen Blauflossenthun wird die Bindegewebshaut abgezogen, sodass das Fleisch ohne jede Sehne schmilzt. Die Haut selbst kommt anschließend über Holzkohle gegrillt als Snack auf den Tisch. Der Gründer Mochizuki Eiji ist Mitte achtzig und bedient noch immer an der Theke. Ein Abend hier hat etwas von einer Vorstellung: Ganze Thunfischblöcke werden vor den Gästen zerteilt, rohe Abalone wird zum Abbeißen gereicht. Tabelog nahm das Haus 2021 und 2025 in die Liste „Sushi EAST 100“ auf.
Fast jede positive Bewertung nennt den Hagashi. Gelobt werden außerdem Hirame (Flunder) mit Yuzu-Salz, Nihamaguri (geschmorte Venusmuschel) und Anago (Meeraal) in zwei Zubereitungen. Auch die Abalone, frittiert oder fünf Stunden gedämpft, findet viel Lob. Die Fischauflagen fallen sehr großzügig aus. Zum Abschluss gibt es eine riesige Scheibe Crown-Melone mit Brandy, die in den Bewertungen ständig auftaucht.
Eine echte Minderheit, meist Erstbesucher, war enttäuscht. Kritisiert werden sehniger Thunfisch und magere Auflagen bei den günstigen Mittagssets sowie ein gehetztes Tempo wie am Fließband in den Separees. Manchen waren zu viele gegarte Gerichte in den Menüs, andere hatten den Eindruck, Stammgäste bekämen den besseren Fisch. Ein Anrufer berichtete von knappem Ton am Telefon. Die Theke wird deutlich seltener kritisiert als die Räume.
Mittagssets beginnen bei etwa ¥2.400. Zwischen 2024 und 2026 zahlten Gäste rund ¥4.000 für das mittlere Chūjō-Set und ¥6.000–6.300 für das Tokujō-Nigiri (Spitzenset). Omakase an der Theke kostete ¥11.300–18.000 pro Person, etwa 17 Stück für ¥11.300 mittags oder 14 Stück für ¥13.000. Ein Abendessen zu zweit mit Sake und Melone kam auf rund ¥47.000. Eine Karaffe des Haussakes Garyubai kostete ¥2.390. Zu rechnen ist mit etwa ¥6.000–8.000 pro Person mittags und rund ¥20.000–30.000 am Abend. Hagashi wird zu den Menüs oft extra bestellt und ist meist nicht inbegriffen.
An der Theke stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis: Gäste schreiben immer wieder, dass vergleichbare Qualität in Tokio das Doppelte kosten würde, und satt wird man allemal. Schwachpunkt sind die billigsten Mittagssets.
- Anfahrt: 8 Minuten zu Fuß (rund 400 m) von JR Shimizu Station.
- Reservierung: telefonisch unter 054-366-6083. Thekenplätze zum Abendessen sollte man Wochen im Voraus buchen. Manche bekamen mittags noch am selben Tag einen Platz, verlassen sollte man sich darauf ohne Reservierung nicht. Ausdrücklich nach der Theke fragen, nicht nach einem Separee.
- Bezahlung: Kreditkarten werden akzeptiert (Visa, Mastercard, JCB, Amex, Diners). E-Money und QR-Zahlungen werden nicht akzeptiert. Einige Gäste berichten, sie hätten nur bar zahlen können, daher Bargeld als Reserve mitnehmen.
- Plätze: 83 insgesamt: 11 an der Theke, 12 an Tischen und 60 im Tatami-Raum. Separees für 6 und für 10–20 Personen. Exklusive Anmietung des ganzen Lokals ist nicht möglich.
- Kinder: willkommen.
- Rauchen: drinnen rauchfrei, Rauchen nur draußen.
- Parken: Parkplätze vorhanden.
- Karte: An der Theke gibt es keine gedruckte Karte und keine Preise.
- Zum Mitnehmen: Der Inari-Laden nebenan ist früh ausverkauft.






