Sumiyaki Unagi Hajime (炭焼鰻 はじめ) grillt Aal nach Kansai-Art, im sogenannten Jiyaki-Stil. Der Aal kommt ohne vorheriges Dämpfen direkt über die Holzkohle. Die Haut wird splitternd knusprig, darunter bleibt das Fleisch dick und saftig. Mit dem weichen, gedämpften Tokioter Aal hat das wenig gemein. Der Inhaber hat jahrelang bei einem Aal-Großhändler in Hamamatsu gelernt. Hinter einer Glasscheibe tötet, filetiert, spießt und grillt er die lebenden Aale auf Bestellung, sodass man während der Wartezeit den ganzen Ablauf verfolgen kann. Tabelog nahm das Haus 2022, 2024 und 2026 in seine Aal-Auswahl „Tabelog 100“ auf.
Fast jede Kritik lobt den Kontrast von knuspriger Haut und zartem Inneren sowie die zurückhaltende Sauce, die dem Aal den Vortritt lässt. Das Shirayaki, ohne Sauce gegrillter Aal mit Salz oder Wasabi, bekehrt regelmäßig Gäste, die Aal bisher nicht mochten. Gelobt werden außerdem die großzügigen, dicken Aale und der frische, aromatische Sanshō-Pfeffer. Auch zwei Leber-Gerichte kommen gut an: Kimosui, eine klare Suppe mit über Holzkohle gegrillter Leber, und die Kimoyaki-Leberspieße.
Kritik betrifft vor allem die Abläufe, nicht das Essen. Genannt werden lange Wartezeiten, ein für Erstbesucher verwirrendes Anmeldesystem und langsamer Getränkeservice. Manche fanden die Reihenfolge unter den ankommenden Autos unklar. Ein Gast wartete lange auf ein Gericht, das bereits ausverkauft war, ohne dass jemand Bescheid gab. Einigen ist der Reis zu fest, die Plätze sind eng, und ein Besucher fand das Ganze gewöhnlich und überteuert.
Mittags wie abends liegt man meist bei ¥4.000–5.000 pro Person. Gäste zahlten 2025–2026 etwa:
- ¥4.200 für Unajū (ein ganzer Aal auf Reis)
- ¥2.900 für Unadon mit einem halben Aal
- ¥3.700 für Shirayaki
- ¥750 für Kimoyaki
- rund ¥6.050 für das Unajū-Set mit halbem Shirayaki, ebenso viel für Tokujū mit anderthalb Aalen
- ¥150 Aufpreis für große Reisportion
Die meisten halten das für fair oder sogar günstig angesichts von Größe und Qualität. Ein ganzer Aal macht auch große Esser satt, und die Klage über den Preis bleibt ein Einzelfall.
- Anfahrt: nächster Bahnhof ist Maisaka, etwa 1,5 km entfernt. Die meisten Gäste kommen mit dem Auto.
- Parken: vorhanden, zwei Parkplätze.
- Bezahlung: nur bar. Kreditkarten, elektronisches Geld und QR-Zahlungen werden nicht akzeptiert. Nebenan gibt es einen Lawson zum Geldabheben.
- Reservierung: Gäste ohne Reservierung sind willkommen. Am Wochenende gilt nur die Reihenfolge der Ankunft: Ab einer Stunde vor Öffnung trägt man sich an der Tür in die Liste ein (mittags etwa ab 10:00, abends ab 16:00). Wartezeiten von 30–90 Minuten sind üblich. Werktags ist eine Reservierung nicht nötig, aber empfehlenswert. Gruppen ab zwei Personen reservieren telefonisch unter 053-570-8075. In Spitzenzeiten werden Werktagsreservierungen ausgesetzt.
- Anmeldeliste: auf Japanisch. Sie fragt Name, Telefonnummer und die komplette Bestellung vorab ab, Nachbestellungen am Tisch sind nicht möglich, also vorher entscheiden. Man wird angerufen, wenn man an der Reihe ist, und braucht daher eine in Japan erreichbare Nummer.
- Plätze: 23 Plätze: 5 am Tresen, 8 an Tischen und 10 auf einem erhöhten Tatami-Podest. Separate Räume sind vorhanden, eine Exklusivmiete ist nicht möglich.
- Rauchen: Nichtraucherlokal.
- Sonstiges: Aal kann ausverkauft sein, Fotos von der Küche sind nicht erlaubt.




