Das Higashiazabu Amamoto (東麻布 天本) ist eines der begehrtesten Sushi-Erlebnisse Tokios, bei dem Küchenchef Masamichi Amamoto ein meisterhaftes Omakase inszeniert. Das Essen ist eine Aufführung, die mit einer langen und einfallsreichen Serie von Otsumami (kleinen Vorspeisen) beginnt, bevor sie zu einem Gang mit messerscharf zubereitetem Nigiri übergeht. Ein unverkennbarer Moment ist das Räuchern von Katsuo (Bonito) über loderndem Strohfeuer direkt im Gastraum – ein dramatisches Ritual, das die kleine Theke mit Rauch und Aroma füllt. Seit 2024 ist das Restaurant praktisch nur noch auf Empfehlung zugänglich, was es außergewöhnlich schwierig macht, einen Platz zu bekommen.
Gäste loben durchweg die makellose Qualität der Zutaten und die perfekte Zubereitung. Zu den herausragenden Gerichten, die in zahlreichen Bewertungen erwähnt werden, gehören der über Stroh geräucherte Katsuo, Botan Ebi (Botan-Garnele) in Shaoxing-Wein mariniert und ein hochgelobtes Thunfisch-Trio aus Akami, Chū-toro und Ō-toro. Viele Gäste heben den Aji (Stöcker-Makrele) als Höhepunkt hervor, ebenso wie den cremigen Uni (Seeigel) und ein unverwechselbares Tamago (Eieromelett) im Castella-Stil, das oft mit Honig verfeinert wird.
Kritik richtet sich selten gegen das Essen selbst. Die größte Herausforderung ist der Zugang; seit der Umstellung auf ein System nur für geladene Gäste ist es für neue, unabhängige Besucher fast unmöglich, zu buchen. Einige wenige Rezensenten empfanden bestimmte Gerichte, wie ein Chawanmushi mit intensivem Geschmack nach See-Innereien, als geschmacklich zu herausfordernd. Zudem wird der Gastraum während des Stroh-Räucherns merklich rauchig.
Wer einen Platz ergattern kann, ist sich einig, dass das Erlebnis den hohen Preis rechtfertigt. Ein typisches Abendessen kostet zwischen 60.000 und 80.000 ¥ pro Person. Jüngste Berichte aus den Jahren 2025–2026 nennen ein Omakase-Menü für 52.800 ¥ plus 10 % Servicegebühr, wobei die Endrechnungen bei etwa 65.000 ¥ pro Person lagen oder mit Getränken höher ausfielen (ein Abend mit Weinbegleitung erreichte 93.231 ¥). Die Preise für Sake und Wein werden für ein Lokal dieses Kalibers als überraschend fair bezeichnet.
- Anfahrt: Das Higashiazabu Amamoto ist 4 Gehminuten vom Bahnhof Akabanebashi (Toei Oedo-Linie) oder 10 Gehminuten vom Bahnhof Kamiyacho (Tokyo Metro Hibiya-Linie) entfernt.
- Reservierung: Nur mit Reservierung. Seit 2024 ist eine Buchung praktisch nur auf Empfehlung oder Einladung (紹介制) möglich und für neue Gäste extrem schwierig. Die Website des Restaurants ist der offizielle Kanal, der Zugang ist jedoch begrenzt.
- Bezahlung: Kreditkarten (VISA, Master, AMEX, Diners) werden akzeptiert. Elektronisches Geld und QR-Code-Zahlungen werden nicht angenommen.
- Sitzplätze: Es gibt 8 Plätze an der Theke. Private Räume sind nicht verfügbar, eine private Anmietung des gesamten Restaurants ist jedoch möglich.
- Atmosphäre: Das Restaurant ist ein Nichtraucherlokal, aber seien Sie sich bewusst, dass der Raum während des Räucherns des Bonitos rauchig wird.
- Parken: Es sind keine Parkplätze vorhanden.







