La Maison du Chocolat Marunouchi ten (ラ・メゾン・デュ・ショコラ 丸の内店) ist die älteste noch bestehende Filiale des Pariser Hauses in Japan. Gegründet wurde es 1977 von Robert Linxe, dem „Magier der Ganache“. Heute leitet es MOF-Chocolatier Nicolas Cloiseau. Das Geschäft wirkt wie eine stille Boutique. Beim Stöbern reicht das Personal eine Praline in voller Größe zum Probieren, und man kann einzelne Stücke kaufen statt nur fertiger Schachteln. Die Boutique wurde mehrfach in die Liste Tabelog Sweets Tokyo „Tabelog 100“ aufgenommen, zuletzt 2026.
Ausländische Gäste loben vor allem den Service. Das Personal ist geduldig, hilft sich bei Bedarf mit Google Translate, berät, was einen Flug übersteht, und verpackt die Einkäufe mit guten Kühlakkus. Bei den Pralinen werden die puren Ganaches Quito (dunkel) und Sylvia (Vollmilch) für ihren langen, feinen Nachhall hervorgehoben. Häufig genannt werden auch die Éclairs, besonders Karamell sowie die saisonalen Sorten Mango und Mont Blanc. Dazu kommen die dichten Schokoladen-Moussetorten Délice und Traviata und die Financiers.
Dauerthema ist der Preis. Ein japanischer Gast fand die Délice nicht besser als die einer guten Konditorei um die Ecke, und eine Besucherin aus Thailand zog Pralinés den Ganaches vor. Eine einzelne Bewertung von 2023 nannte den Service unfreundlich, sie bleibt aber die Ausnahme. Manche empfinden den förmlichen Raum als einschüchternd.
In den Jahren 2024 bis 2026 zahlten Gäste etwa ¥400–500 pro Praline (Quito ¥459), ¥3.510 für die Sechserbox Attention und ¥9.800 für 24 Stück. Torten kosteten ¥864–1.188 (Délice ¥1.026, Karamell-Éclair ¥1.026). Macarons lagen bei ¥432–459, Financiers bei ¥378 und Eis am Stiel bei ¥1.026. Eine kleine Auswahl kostet meist ¥3.000–4.000. Mahlzeiten gibt es nicht, daher auch keine getrennten Mittags- oder Abendpreise. Laut Betreiber liegt der Durchschnitt bei ¥3.000–3.999, laut Bewertungen bei ¥2.000–2.999.
Teuer, aber angemessen. Die meisten Gäste finden, dass Geschmack, Verpackung und die kostenlose Kostprobe den Preis rechtfertigen, besonders bei Geschenken. Das Gebäck bietet das schwächere Preis-Leistungs-Verhältnis.
- Anfahrt: 3 Gehminuten (etwa 180 m) vom Bahnhof Yurakucho Station (JR und Tokyo Metro Yurakucho Line).
- Reservierung: Reservierungen werden nicht angenommen. Einfach vorbeikommen.
- Zahlung: Karten werden akzeptiert (Visa, Mastercard, JCB, Diners), ebenso elektronisches Geld. QR-Code-Zahlungen werden nicht akzeptiert.
- Plätze: Derzeit nur zum Mitnehmen, da der Salon geschlossen ist. Bei Verzehr vor Ort gibt es 6 Thekenplätze. Separees und eine Exklusivmiete gibt es nicht.
- Rauchen und Parken: Das Geschäft ist rauchfrei und hat keine Parkplätze.
- Timing: Éclairs und Torten sind abends oft ausverkauft, daher früh kommen.
- Für die Reise: Pralinen halten etwa 20 Tage. Das Personal gibt Kühlakkus und Kühltaschen mit.
- Zugang: Am Eingang gibt es eine Stufe.





