Das Tsuki to Kame (月と亀) ist ein kompaktes Lokal in Shinohashi, das sich mit seiner einzigartigen Interpretation südindischer Küche eine treue Anhängerschaft erarbeitet hat: einem „Meals“-Set (oder „Mils“) im japanischen Stil. Das Erlebnis ist als Ritual des Probierens und Mischens konzipiert, bei dem sich die Aromen mit jedem Bissen weiterentwickeln.
Das Set besteht aus Zehnkornreis mit Papadum, umgeben von einer Sammlung kleiner Schalen. Das Hauptcurry ist wählbar, aber der Star ist die Hausspezialität: ein Curry mit Sardinen-Fleischbällchen (鰯のつみれ), das für seine weiche Textur und sein tiefes Fisch-Umami gelobt wird. Andere beliebte Optionen sind ein Schweinefleisch-Vindaloo mit einer hellen Essignote und ein milderes Hühnercurry auf Kokosnussbasis. Gäste loben durchweg die reichlichen Beilagen – Rasam, Gemüsecurry, Achaar und Poriyal – und die hausgemachte, sorgfältige Zubereitung mit heimischem Gemüse und ohne Glutamat.
Der größte Nachteil ist die Größe des Restaurants. Mit nur fünf Plätzen an der Theke und einigen Tischen im Obergeschoss sind Warteschlangen unvermeidlich, und die Küche ist oft schon vor der offiziellen Schließzeit um 14:30 Uhr ausverkauft. Der Service kann in Stoßzeiten schroff sein, und Einzelgäste werden oft schneller platziert als Paare oder Gruppen. Obwohl die Gerichte aromatisch sind, ist der Schärfegrad im Allgemeinen mild, was diejenigen enttäuschen könnte, die eine feurige Schärfe suchen. Die Portionen sind bescheiden, daher sollten Gäste mit großem Appetit eine zusätzliche Beilage oder eine größere Portion Reis bestellen.
Trotz der Warteschlangen finden Gäste das Preis-Leistungs-Verhältnis ausgezeichnet. Ein typisches Mittagessen kostet zwischen 1.000 und 1.999 ¥. Kürzlich zahlten Gäste etwa 1.150 ¥ für das Sardinen-Curry-Set und 1.100–1.300 ¥ für das Hühnercurry-Set. Zusätzliche kleine Schalen sind für 300–480 ¥ erhältlich, sodass man leicht mehr probieren kann, ohne das Budget zu sprengen.
- Anfahrt: 1 Gehminute vom Ausgang A-1 der Station Morishita (Toei Shinjuku Line).
- Reservierung: Reservierungen sind nicht möglich. Kommen Sie früh, besonders am Wochenende, da sich schon vor der Öffnung eine Schlange bildet und die Gerichte ausverkauft sein können.
- Sitzplätze: Das Restaurant ist sehr klein. Einzelgäste werden oft schneller bedient als Gruppen, die möglicherweise getrennt platziert werden.
- Bezahlung: Nur Barzahlung. Kreditkarten, elektronisches Geld und QR-Code-Zahlungen werden nicht akzeptiert.
- Speisekarte: Die Speisekarte ist auf Japanisch, aber handgezeichnete Illustrationen helfen bei der Bestellung.
- Sonstiges: Nichtraucherlokal.









