Seit 1986 gibt es hier ausschließlich Gratins, und noch immer führt dasselbe ältere Ehepaar das Lokal. Die Béchamel wird langsam aus regionaler Hochlandmilch gekocht. Gäste beschreiben sie immer wieder als frisch und milchig statt schwer oder mehlig. Gegessen wird im Obergeschoss, in einem holzverkleideten Raum im Stil einer Pension mit Blick auf die Berge.
Die weiße Sauce wird in fast jeder Bewertung gelobt. Am häufigsten bestellt wird das Koshu-Hähnchen-Makkaroni-Gratin (甲州鶏のマカロニグラタン), das mit Penne zubereitet wird. Auch das Krabben-Gratin, die Ebi-Doria (Reisgratin mit Garnelen) und das Hamburg-Steak-Gratin haben ihre Anhänger. Dazu kommen saisonale Gerichte wie Sommergemüse mit Würstchen. Erstaunlich oft gelobt wird das Hausdressing des Beilagensalats, und Stammgäste empfehlen die Zwiebelsuppe.
Es gibt auch Kritik. Mehrere Gäste fanden das Gratin angenehm, aber gewöhnlich und keine lange Schlange wert. Die Portionen sind klein, gerade für Männer. Das Zusatzbrot ist ein schlichtes, süßliches Butterbrötchen wie aus dem Supermarkt. Manchen schien das Hähnchen nicht sorgfältig zubereitet, und ein Gast fand kaum Krabbe im Krabben-Gratin. Eine Minderheit erlebte den Service als knapp, besonders mit Kleinkindern.
Das Lokal öffnet nur mittags, Abendessen gibt es nicht. Zu Mittag gibt man meist ¥1.000–1.999 pro Person aus. Gäste zahlten 2025–2026 etwa ¥1.300 für das Koshu-Hähnchen-Gratin und ¥1.400 für das Krabben-Gratin. Das Gratin mit Frühlingszwiebeln und Speck kostete etwa ¥1.500, das mit Sommergemüse und Würstchen ¥1.650. Zu jedem Gericht gibt es Salat, Brot (zwei Brötchen) oder Reis kosten ¥200 extra.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist fair, ein Schnäppchen ist es aber nicht. Die meisten halten rund ¥1.500 wegen der Sauce für gerechtfertigt. Einige sprechen angesichts der Portionsgröße von Touristenpreisen. Wer satt werden will, bestellt Brot oder Reis dazu.
- Anfahrt: etwa 3 Gehminuten (192 m) vom JR-Bahnhof Kiyosato.
- Bezahlung: nur bar. Kreditkarten, elektronisches Geld und QR-Code-Zahlungen werden nicht akzeptiert.
- Reservierung: Reservierungen sind nicht möglich, und es gibt auch keine Warteliste. Man kommt einfach vorbei, stellt sich an und merkt sich selbst seinen Platz in der Schlange. Wer in die erste Runde will, ist vor 11:30 da. An Wochenenden und Feiertagen sind 1–2 Stunden Wartezeit üblich.
- Schließung: Das Lokal kann früher schließen, wenn die Sauce ausverkauft ist.
- Bestellung: Nach der Bestellung lassen sich nur noch Brot oder Reis nachordern. Getränke und Dessert also gleich mitbestellen.
- Plätze: 24 Plätze an sechs Tischen, erreichbar über eine steile Treppe. Gruppen ab fünf Personen werden auf mehrere Tische verteilt. Es gibt keine Separees und keine Exklusivbuchung.
- Kinder: Das Personal achtet streng auf das Verhalten kleiner Kinder.
- Rauchen: Nichtraucherlokal.
- Parken: 10 Stellplätze.
- Ernährung: Eine vegetarische Option ist erhältlich.








