Seit fast 50 Jahren serviert Villa Afghan Curry in einer Villa im Wald nahe Kai-Oizumi, an den Hängen des Yatsugatake. Das Aushängeschild ist das Bacon-Egg-Curry: eine dicke Scheibe Schulterspeck und zwei weiche Spiegeleier auf Reis, dazu ein dunkles Curry europäischer Art im separaten Topf zum Selbstübergießen. Der Speisesaal im Obergeschoss ist voller Antiquitäten, Buntglas und Hirschköpfe. Im Tabelog-Ranking Curry EAST „Tabelog 100“ war das Haus 2023, 2024 und 2026 vertreten.
Fast jede Bewertung lobt den Bacon, außen knusprig, innen saftig. Viele halten das Rindfleisch-Curry mit geschmorter Wagyu-Hesse, die unter dem Löffel zerfällt, für noch besser als die Spezialität. Die Sauce gilt als reichhaltig und tief, dunkel wie Rotwein. Lassi und Mango-Lassi werden immer wieder gelobt, ebenso die Hüttenatmosphäre.
Kritik gibt es am Personal, das schroff und mitunter unfreundlich wirkt; eine Familie bekam den falschen Schärfegrad und nur eine knappe Entschuldigung. Manchen ist der Bacon zu salzig, zwei langjährige Stammgäste finden, die Küche habe nachgelassen (einer bemerkte kleinere Schweinefleischstücke), und ein Gast empfand den Raum als muffig und die Tische als klebrig.
Zwischen 2024 und 2026 zahlten Gäste etwa ¥2.300 für das Bacon-Egg-Curry (2024 noch ¥1.980), ¥2.600 für das Rindfleisch-Curry, ¥2.700 für Bacon-Egg mit Schweinebraten und rund ¥1.800 für das Pilzcurry. Extras: Mango-Lassi ¥680, Naan ¥300, Würstchen ¥350; großer Reis kostet inzwischen extra. Mittags liegt man meist bei ¥2.000–3.000 pro Person; eine eigene Angabe für das Abendessen ist nicht dokumentiert.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist fair, nicht günstig. Die Portionen sind groß, schon der kleine Reis macht die meisten satt. Die Mehrheit findet die Fleischqualität den Preis wert, einige sprechen angesichts der Wartezeit von einem Touristenaufschlag.
- Reservierung: nicht möglich, nur ohne Reservierung. Man zieht eine Nummer und trägt sich in die Liste ein, sobald gegen 11:00 das Erdgeschoss öffnet. Am Wochenende 1–2 Stunden Wartezeit; wer beim Aufruf fehlt, verliert seinen Platz, und der Handyempfang ist schwach.
- Altersbeschränkung: Kinder unter 6 Jahren haben keinen Zutritt.
- Anreise: 24 Minuten zu Fuß (1,9 km bergauf) vom Bahnhof Kai-Oizumi der JR Koumi Line oder mit dem Kiyosato Picnic Bus (Oizumi Loop Route) ab Bahnhof Kiyosato bis Yatsugatake Club, dann 2 Minuten zu Fuß. Praktisch ist ein Auto nötig.
- Parken: vorhanden, auf mehrere Flächen verteilt, wenige Plätze.
- Bezahlung: Karten (VISA, Master, JCB, AMEX, Diners), E-Geld (Suica und andere Verkehrs-IC-Karten, Rakuten Edy, nanaco, WAON, iD, QUICPay) und QR-Zahlung (PayPay, d Barai, Rakuten Pay, au PAY). Keine Servicegebühr.
- Plätze: Tische, bei gutem Wetter Terrasse; keine Separees. Steile Treppe zum Speisesaal. Rauchfrei.
- Hausregeln: keine Fotos vom Innenraum (Essen darf fotografiert werden); starkes Parfüm oder Weichspülergeruch kann zur Abweisung führen.
- Schärfe: kein mildes Curry; Stufe A ist die sanfteste.
- Timing: beliebte Currys sind am frühen Nachmittag ausverkauft; abends ab 17:00 ist es deutlich ruhiger.







