Yoshii (吉い) ist ein Tresen mit sieben Plätzen in Nagoya. Koch Yoshii bereitet jedes Gericht frisch zu und richtet es nahezu ohne Dekoration an. Es geht um Geschmack, nicht um Optik. Gäste schreiben immer wieder, dass diese unscheinbaren Teller sich nicht kopieren lassen. Zu den Signaturen gehören saisonale Harumaki (Frühlingsrollen), etwa mit Wasseraubergine und gesalzenem Kombu oder mit Lauch und einer Sauce aus Konowata, gesalzenen Seegurken-Innereien. Im Winter gibt es Kobako-gani, weibliche Schneekrabbe, bedeckt mit ihrem eigenen Rogen. An manchen Tagen wird eine Wildente aus Niigata am Tresen gerupft, zerlegt und anschließend gebraten. Seit 2019 erhält das Restaurant jedes Jahr eine Medaille beim Tabelog Award.
Fast jede Bewertung nennt etwas hier das Beste seiner Art. Zu den wiederkehrenden Favoriten zählen:
- Shirako mit Ponzu (Kabeljau-Milch), so zart, dass ein Gast sie „trinkbar“ nannte
- Leicht abgeflämmter Hamo (Hechtmuräne)
- Das Dashi der Suppen
- Feige mit Sesamdressing
- Reis aus dem Tontopf mit Beilagen, bei dem viele nachnehmen
- Kuromitsu Kanten, ein Gelee aus schwarzem Zucker, das fast jedes Essen beschließt
Kritik gibt es kaum. Das Essen ist bewusst unfotogen, und ein Stammgast warnt, dass Erstbesucher sich fragen könnten, worum es eigentlich geht. Früher lagen bis zu 30 Minuten zwischen den Gängen, inzwischen geht es laut Bewertungen zügiger. Der Raum ist still, der Koch schweigsam, am Tresen liegt eine leichte Anspannung.
Serviert wird ein einziges Omakase-Menü am Abend, mittags ist geschlossen. Laut Restaurant liegt der Durchschnitt bei ¥15.000–19.999, laut Bewertungen bei ¥20.000–29.999. Ein Gast zahlte im Dezember 2025 rund ¥32.000 für Menü und Getränke. Preise einzelner Gerichte sind nicht dokumentiert, da nichts à la carte bestellt wird. Das Preis-Leistungs-Verhältnis bewerten Gäste fast einhellig als hervorragend. Sie loben großzügige Portionen und eine Zufriedenheit, die über den Preis hinausgeht.
- Reservierung: nur auf Empfehlung. Das Restaurant nimmt keine neuen Reservierungen an, und Stammgäste berichten von Wartezeiten von 1–1,5 Jahren. Ohne Reservierung kommt man nicht hinein. Realistisch braucht man die Einladung eines Stammgastes.
- Anfahrt: etwa 10 Minuten zu Fuß von Shin-sakaemachi Station, Exit 2, oder rund 10 Minuten mit dem Taxi ab Nagoya Station. Das Lokal liegt versteckt.
- Bezahlung: nur bar. Kreditkarten, elektronisches Geld und QR-Code-Zahlungen werden nicht akzeptiert.
- Plätze: 7 Plätze am Tresen, keine separaten Räume. Das Restaurant kann exklusiv gemietet werden. Alle Gäste beginnen gemeinsam, das Essen dauert etwa 2,5 Stunden.
- Kinder: willkommen.
- Rauchen und Parken: komplett rauchfrei, keine Parkplätze.
- Sprache und Karte: nur Omakase. Eine englische Karte erwähnen die Bewertungen nicht. Getränke sind Sake, Shochu und Wein.









