Nakamura (なかむら) gehört zu den alten Institutionen der Sanuki-Udon, der Weizennudeln der Präfektur Kagawa, und liegt zwischen Wohnhäusern in Hanzancho am Rand von Marugame. Die Nudeln sind dünner als in der Region üblich, glatt und mit federnd-elastischem Biss. Man bedient sich selbst: Den Korb mit den Nudeln taucht man etwa fünf Sekunden in den kochenden Topf, die Brühe gießt man selbst darüber. Rezensenten schreiben dem Laden zu, das Kamatama populär gemacht zu haben, heiße Nudeln mit rohem Ei und Sojasauce.
Fast jede Rezension lobt die glatte Textur und die klare Brühe auf Basis von Iriko (getrockneten Sardinen). Häufig hervorgehoben werden Hiyakake (kalte Nudeln in kalter Brühe) und Shoyu-Udon (kalte Nudeln mit hauseigener Sojasauce). Viele bestellen Kamatama und gießen nach der Hälfte heiße Brühe auf. So entsteht Kamatama-Kake, zwei Gerichte in einer Schale. Beim Tempura werden die ganze Chikuwa (Fischröllchen) und der geschmorte Koya-Dofu immer wieder gelobt. Koreanische Gäste nennen es die beste Udon ihres Lebens.
Kritik gibt es wenig. Zwei Rezensenten empfanden das Personal an der Ausgabe als schroff. Ein Erstbesucher wurde vor anderen Gästen zurechtgewiesen, weil er beim Selbstbedienungsschritt etwas falsch machte. Eine Minderheit fand den Laden gemessen am Ruf gewöhnlich oder die Nudeln zu weich. Manche störte der dicke, harte Tempurateig, und ein Gast fand das Garnelen-Gemüse-Tempura sehr salzig.
2025–2026 zahlten Rezensenten etwa ¥290 für eine kleine Kake (Nudeln in Brühe), ¥350 für ein kleines und ¥450 für ein großes Kamatama sowie ¥470 für eine große kalte Bukkake. Chikuwa-Tempura kostete ¥130, Kakiage (gemischter Gemüsefladen) ¥180. Eine große heiße Kake mit zwei Stück Tempura kam auf ¥670. Frühstück oder Mittagessen bleiben meist unter ¥999. Abendservice gibt es nicht.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist außergewöhnlich, und Rezensenten staunen immer wieder, wie günstig ein so berühmter Laden ist. Eine kleine Schale enthält nur eine Portion Nudeln, daher bestellen die meisten zwei.
- Anfahrt: etwa 5 Minuten zu Fuß von der Haltestelle Takayanagi des Marugame Community Bus. Mit dem Auto sind es etwa 5 Minuten von der Anschlussstelle Sakaide IC und etwa 15 Minuten vom Bahnhof JR Marugame Station. Laut Rezensenten ist der Laden praktisch nur mit dem Auto erreichbar, über enge Straßen im Wohngebiet.
- Parken: 30 Stellplätze auf zwei Parkplätzen, mit Parkwächter.
- Reservierung: nicht möglich – einfach kommen und anstehen. Wartezeiten von 30–60 Minuten sind üblich, an Feiertagen bis zu 90 Minuten. Am ruhigsten ist es werktags morgens zur Öffnung.
- Öffnungszeiten: geöffnet, bis die Nudeln ausverkauft sind; oft ist das schon gegen 12:30–13:00 der Fall.
- Bezahlung: keine Kreditkarten, kein elektronisches Geld. QR-Zahlung über PayPay wird akzeptiert, sonst nur Bargeld.
- Plätze: 60 Sitzplätze, einschließlich einer offenen Terrasse. Es gibt keine separaten Räume, und der Laden kann nicht exklusiv gemietet werden.
- Rauchen: ausgewiesener Raucherbereich.
- Familien: Kinder jeden Alters, auch Babys, sind willkommen, ebenso Kinderwagen.
- Sprache und Ablauf: Es gibt einige koreanische Schilder, aber offenbar keine englische Karte. Am besten schaut man den Einheimischen zu oder fragt nach, bevor man die Nudeln in den Topf taucht.






