Izutsu ist ein winziges Tempura-Lokal, das ein Ehepaar führt, und sein Kapital sind die Meeresfrüchte. Fisch und Muscheln werden dem Gast lebend gezeigt, dann am Tresen zerlegt und frittiert. Höhepunkt ist lebender Anago (Meeraal), darunter kleiner Aal aus dem nahen Koshiba; das Rückgrat kommt knusprig wie ein Cracker auf den Teller. Zur Saison gibt es auch seltenen lebenden Ginpō (Butterfisch). Der Mann kauft selbst auf dem Toyosu-Markt ein, weshalb auch das Sashimi ein eigener Grund für den Besuch ist. 2025 wurde das Lokal in die Tabelog Tempura 100 aufgenommen.
Fast jede Kritik lobt den Teig: so leicht, dass mehrere Gäste selbst am nächsten Tag kein Völlegefühl hatten. Weitere Favoriten sind der lebende Anago, innen glasig belassene Jakobsmuscheln und zum Abschluss das Kakiage-don, ein Küchlein aus kleinen Garnelen auf Reis. Immer wieder erwähnt wird auch die herzliche Gastfreundschaft des Paares.
Die Kritik fällt gering aus. Einem Gast war das Gemüse zu fettig und etwas hastig zubereitet, zwei fanden die Sauce des Kakiage-don salzig oder schwer. Einer hielt das Sashimi-Set mit neun Scheiben für ¥2.750 für zu teuer, ein anderer bereute das Tendon, dessen Garnelen tiefgekühlt sind.
Gäste zahlten 2024–2026 mittags und abends ähnlich viel. Das einfache Mittagsset kostete rund ¥2.530 (mit Tiefkühlgarnelen), das Tempura-Teishoku mit lebender Garnele und Anago etwa ¥3.850, Tendon rund ¥1.870. Menüs mit Sashimi lagen bei ¥7.700–10.000, zwei Personen gaben mit Getränken gut ¥20.000 aus. Üblich sind ¥3.000–3.999 mittags und ¥10.000–14.999 abends.
Für Tempura aus lebenden, marktfrischen Zutaten gilt das Preis-Leistungs-Verhältnis als gut, die Portionen machen satt. Das Teishoku für ¥3.850 ist die beste Wahl, besser als die günstigeren Sets mit Tiefkühlgarnelen.
- Anfahrt: 5 Minuten zu Fuß vom Westausgang des Bahnhofs Isogo (JR Negishi Line), hinter der Morihigashi-Grundschule.
- Reservierung: telefonisch unter 045-752-2220. Mittags ist zur Öffnung alles belegt, Gäste ohne Reservierung werden oft abgewiesen; auf gut Glück vorbeizukommen ist riskant.
- Bezahlung: Kreditkarten (VISA, Mastercard, JCB, AMEX, Diners). E-Geld und QR-Code-Zahlung werden nicht akzeptiert.
- Plätze: rund 9 Plätze am Tresen sowie ein Tatami-Raum. Separee für 10–20 Personen und Exklusivmiete möglich.
- Rauchen: Nichtraucherlokal.
- Parken: Parkplätze vorhanden.
- Sprache: Das Personal spricht kein Englisch. Mit „tempura teishoku“ bestellt man das empfohlene Set.
- Gut zu wissen: Der Frittiergeruch setzt sich in der Kleidung fest.





