Das Haus hat sich auf Tanrei Shoyu spezialisiert, einen klaren, feinen Soja-Ramen. Die Brühe wird aus Huhn-, Schweine- und Fischfond geschichtet und kommt ohne Glutamat aus. Die Nudeln entstehen im Haus. Die Tokusei-Schale (Deluxe) trägt drei Sorten Chashu, jede anders gegart. Besonders hervorgehoben wird die rosa gegarte Schulter. Dazu kommen ambitionierte Saisonschalen: Für die sommerliche kalte Mala-Tantan-Nudel reisen Stammgäste eigens an. Im Juli 2024 ist der Laden an diese Adresse umgezogen, 2025 wurde er in die Tabelog Ramen Kanagawa Tabelog 100 aufgenommen.
Gelobt werden vor allem die drei Chashu-Sorten und die prallen, nach Ingwer duftenden Garnelen-Wan-Tans. Viele raten, sie zu jeder Schale dazuzubestellen. Auch die langen, seidigen Nudeln und die kräftige, tiefe Sojabrühe finden durchweg Anklang. Laut vielen Gästen überzeugt jeder Stil, ob Shio, cremiger Hühner-Paitan oder Tantanmen. Das Personal wird als freundlich und gut gelaunt beschrieben.
Kritik betrifft vor allem die Wartezeit. Auch nach dem Platznehmen vergehen oft 20–30 Minuten bis zur Schale, einmal war von einer Stunde zwischen Schlange und Essen die Rede. Bestellungen werden verwechselt, und Wan-Tans werden mitunter vergessen und später auf einem Extrateller nachgereicht. Eine nennenswerte Minderheit findet die Nudeln zu weich oder die Sojabasis zu salzig und scharf. Im Raum kann es heiß werden, ein Gast fand ihn schmuddelig.
Mittags wie abends liegt man bei 1.000–1.999 Yen. Zwischen 2024 und 2026 zahlten Gäste rund 1.150–1.250 Yen für einen einfachen Shoyu-Ramen und 1.530–1.730 Yen für den Tokusei Shoyu. Extra-Garnelen-Wan-Tans kosteten etwa 350 Yen, eine große Portion 150 Yen und Reis mit abgeflämmtem Chashu 400–450 Yen. Die saisonale kalte Mala-Tantan-Nudel lag bei 1.900 Yen.
Für Ramen-Liebhaber rechtfertigen die großzügigen, hochwertigen Toppings den Preis. Wer Schalen für 1.000 Yen gewohnt ist, empfindet es oft als teuer.
- Anfahrt: 21 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Sagamihara (JR Yokohama Line). Alternativ fährt ein Bus vom Südausgang bis zur Haltestelle Civic Hall, von dort sind es 3 Minuten zu Fuß.
- Bezahlung: nur bar am Ticketautomaten. Laut Gästen nimmt er nur 1.000-Yen-Scheine, also passend mitbringen. Kreditkarten, E-Geld und QR-Zahlung werden nicht akzeptiert.
- Reservierung: nicht möglich, man stellt sich an.
- Schlangen: am Wochenende 15–20 Personen zur Öffnung. Ruhiger ist es am Nachmittag und abends. Auch nach dem Platznehmen ist der Service langsam.
- Plätze: 18 insgesamt, davon 10 am Tresen und zwei Vierertische. Es gibt keine separaten Räume und keine Exklusivmiete. Wasser holt man sich selbst, Reisgerichte können ausverkauft sein.
- Rauchen: Nichtraucherlokal.
- Parken: keine eigenen Parkplätze. Laut Gästen ist der Parkplatz des Rathauses gegenüber in der ersten Stunde kostenlos.






