Hier wird eine Dotonkotsu nach Kyushu-Art gekocht, eine kompromisslose Schweineknochenbrühe. Sie entsteht in einem Hagama, dem traditionellen eisernen Reistopf. Dazu gibt es mittelstarke Nudeln im Yokohama-Iekei-Stil und Sojatare. Die Brühe ist körnig vom Knochenmark, cremig und intensiv im Geruch. Das zweite Aushängeschild ist das Chāhan (gebratener Reis), das der jüngere Bruder des Inhabers am Tresen im Wok schwenkt. Von 2019 bis 2025 wurde das Lokal jedes Jahr in die regionale Ramen-100-Liste von Tabelog aufgenommen.
Die meisten Gäste loben eine Brühe, die enorm gehaltvoll und trotzdem leicht zu trinken ist. Sie kommt mit Kikurage (Mu-Err-Pilzen), Wachtelei und gehacktem Lauch. Ein Gast aus Kumamoto schrieb, sie schmecke wie zu Hause. Etwa ein Drittel zählt das Chāhan aus Ei, Lauch und Chashu (geschmortem Schweinebauch) zu den besten, die sie je gegessen haben. Die deftige Variante ist das Chāhan Bomber mit Chashu obenauf. Die Stärke der Brühe passt das Personal auf Wunsch an.
Stammgäste berichten, dass die Brühe schwankt und seit etwa 2024 an Wucht verloren hat. Das Chashu sei dünner und zäher geworden, und die Nudeln wurden geändert. Manchen sind der Schweinegeruch und die Schwere zu viel. Vereinzelt wird über schroffes Personal geklagt, einmal über mangelnde Hygiene. Große Portionen fallen bei den Nudeln mitunter knapp aus.
Mittags und abends gelten dieselben Preise. Laut Bewertungen gibt man pro Person etwa ¥1,500–3,000 aus; das Lokal selbst nennt ¥2,000–2,999. 2026 zahlten Gäste rund ¥1,050 für Ramen und ¥600 für Chāhan. Chashu-Men kostete etwa ¥1,400, Negi-Chashu-Men ¥1,650. Extra Rückenfett lag bei ¥100, ein halber Reis bei ¥150 und eine Dose Bier bei ¥400. Ein Gast wies darauf hin, dass die Preise über denen der Online-Karte lagen.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist fair, aber kein Schnäppchen. Mehrere Gäste finden ¥1,050 für die Basisschale teuer. Ramen mit Chāhan für rund ¥1,650 ergibt jedoch eine sättigende Mahlzeit auf diesem Niveau.
- Anfahrt: 12 Minuten zu Fuß (966 m) von der Yamato Station (Odakyu- und Sotetsu-Linie); Gäste rechnen eher mit 15–20 Minuten.
- Reservierung: nicht möglich, einfach vorbeikommen und anstellen. Am Wochenende mittags stehen 10–20 Personen an, manchmal wartet man eine Stunde. Am Nachmittag und gegen 19 Uhr ist es meist ruhig.
- Bezahlung: nur bar, am Ticketautomaten. Keine Kreditkarten, kein E-Geld, keine QR-Zahlung.
- Plätze: 17 (5 am Tresen, 12 an Tischen). Separees gibt es nicht.
- Kinder: willkommen; Kinderstühle sind vorhanden.
- Rauchen: Nichtraucherlokal.
- Parken: 7 Plätze: 2 vor dem Lokal, 2 auf dem zweiten Parkplatz (Richtung Bahnhof, an der ersten Ampel rechts, nach 150 m rechts), 3 auf dem dritten (70 m Richtung Bahnhof, links).
- Take-away: möglich.
- Öffnungszeiten: Das Lokal schließt kurzfristig, wenn der Inhaber krank ist; vor dem Besuch den X-Account (Twitter) prüfen.
- Starker Schweineknochengeruch, drinnen wie draußen.






