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Restaurant

Sanjiro: handgeschnittene Zaru-Soba als festes Mittagsmenü

三城

B+
Sanjiro: handgeschnittene Zaru-Soba als festes Mittagsmenü — 1
Sanjiro: handgeschnittene Zaru-Soba als festes Mittagsmenü — 2
Sanjiro: handgeschnittene Zaru-Soba als festes Mittagsmenü — 3
Sanjiro: handgeschnittene Zaru-Soba als festes Mittagsmenü — 4
Sanjiro: handgeschnittene Zaru-Soba als festes Mittagsmenü — 5
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Photos: Tabelog

Aktualisiert 19. Oktober 2026

Sanjiro (三城) ist ein stilles Soba-Lokal ohne Karte in Ote im Zentrum von Matsumoto. Es serviert ein einziges Mittagsmenü für ¥2,000 mit hauseigenem Sake, dicker handgeschnittener Zaru-Soba, Koji-Pickles und Dessert.

Preisspanne$$$$$
Tabelog-Bewertung3.74 / 5471 BewertungenHervorragend — landesweit unter den besten ProzentJapanische Gäste bewerten streng — 3,5 ist hervorragend, 4,0 außergewöhnlich.Auf Tabelog ansehen
ÖffnungszeitenMo–Sa 11:30–15:00, So Ruhetag (Zeiten können sich ändern, bitte vorab prüfen)
Telefon0263-35-0234
Adresse3-3-5 Ote, Matsumoto, Nagano
KarteAuf Karte öffnen →
Websitehttps://www.sanjiro.info/ →

Sanjiro (三城) ist ein Soba-Lokal in Matsumoto, das nur mittags öffnet. Es gibt keine Karte und keine Auswahl. Eine ältere Wirtin im Kimono führt den stillen Gastraum, in dem keine Musik läuft. Die Gänge kommen in fester Folge und ohne Ankündigung: ein Schälchen selbst gebrauter Sake, eine kleine saisonale Vorspeise und dicke, handgeschnittene Zaru-Soba (kalte Buchweizennudeln auf einem Bambusgitter). Dazu gibt es Pickles, eingelegt im Koji, der vom Sakebrauen übrig bleibt. Zum Schluss folgen Sobayu (das heiße Kochwasser der Nudeln) und etwas Süßes. 2006 zog das Lokal aus Tokio hierher, wo ein Kritiker es einst einen „Schatz Tokios“ nannte. 2022, 2024 und 2025 wurde es in die Soba-Liste „Tabelog 100“ aufgenommen.

Die meisten Gäste loben die Soba selbst: aromatisch, bissfest und dick geschnitten. Viele raten, sie zuerst nur mit etwas Salz zu probieren. Fast ebenso oft werden die Pickles erwähnt, manche halten sie für den Höhepunkt. Gelobt werden auch der fruchtige Haus-Sake und das Dessert, entweder riesige geschmorte Hanamame-Bohnen oder Buchweizen-Yokan. Auch die flauschigen heißen Tücher und die Keramik fallen positiv auf. Besucher aus Dänemark, Spanien und dem englischsprachigen Raum beschreiben den ruhigen, fast rituellen Ablauf als eigentlichen Grund für den Besuch.

Hauptkritikpunkt ist der Service. Mehrere Gäste wurden scharf zurechtgewiesen, weil sie aufs Handy schauten, sich unaufgefordert setzten oder ihren Sake weitergaben. Ähnlich erging es manchen unbekannten Frauen, die allein kamen. Einige gingen verärgert. Gäste ohne Reservierung, auch ausländische Familien, werden regelmäßig abgewiesen. Eine Minderheit fand die Soba weich, gebrochen oder wässrig, die Pickles zu salzig oder die Portion klein.

Abends ist geschlossen, das Mittagsmenü kostet pauschal ¥2,000 pro Person. Laut Bewertungen aus den Jahren 2024 bis 2026 zahlten Gäste für einen weiteren Sake rund ¥1,000. Er wird deutlich großzügiger eingeschenkt als der erste. Ein Gast zahlte für eine zweite Portion Soba ¥2,000 und erfuhr das erst auf der Rechnung, also vorher nach dem Preis fragen. Ein anderer aß und trank für ¥3,000, eine fünfköpfige Familie zahlte ¥10,000. Eine Servicegebühr kann hinzukommen. Für Sake, Vorspeise, Soba, Pickles und Dessert dieser Qualität halten die Gäste den Preis einhellig für ausgesprochen günstig.

  • Anfahrt: 10 Minuten zu Fuß (rund 700 m) vom Bahnhof JR Matsumoto.
  • Reservierung: nur mit Reservierung, telefonisch unter 0263-35-0234, vermutlich auf Japanisch. Am besten bis zum Vortag anrufen. Ohne Reservierung wird man meist abgewiesen, ein Anruf am selben Tag klappt aber manchmal.
  • Öffnungszeiten: nur mittags, Mo–Sa 11:30–15:00, So Ruhetag.
  • Bezahlung: nur Bargeld. Kreditkarten, elektronisches Geld und QR-Code-Zahlung werden nicht akzeptiert.
  • Kinder: nicht für Familien mit Kindern geeignet. Das Restaurant versteht sich als ruhiger Ort für Erwachsene.
  • Hausregeln: Fotografieren ist streng verboten, ebenso die Nutzung von Handys, Tablets und Laptops. Beim Eintreten grüßen, warten, bis man platziert wird, und leise sprechen.
  • Sake: er wird automatisch serviert. Wer fährt oder keinen Alkohol trinkt, sagt das sofort.
  • Karte: es gibt keine. Serviert wird nur das Zaru-Soba-Menü.
  • Plätze: 20, an drei Vierertischen und einem Achtertisch. Es gibt keine Separees und keine Exklusivbuchung.
  • Rauchen: Nichtraucherlokal.
  • Parken: keine eigenen Parkplätze, Münzparkplätze in der Nähe.

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