Im Mittelpunkt von Yamasato no Soba Marutomi (山里乃蕎麦 丸富) steht Juwari-Soba. Die Nudeln bestehen zu 100 % aus Buchweizen, ganz ohne Weizen als Bindemittel. Sie sind ungewöhnlich dünn und lang geschnitten, ohne zu brechen – bei einem so brüchigen Teig eine echte Kunst. Gäste beschreiben sie immer wieder als glatt statt bröselig, mit kräftigem Buchweizenaroma. Dazu kommen wechselnde alte Sorten, etwa Shirabiso-Soba von Terrassenfeldern eines abgelegenen Weilers, die es nur am Wochenende gibt, oder einheimischer Buchweizen aus Iriya. Auch der Ort ist Teil des Erlebnisses: Das Holzhaus mit rotem Dach liegt unterhalb eines Schotterparkplatzes im Wald beim Tempel Kōzen-ji. Drinnen gibt es einen Holzofen, Blick ins Grüne und keine Hintergrundmusik. Das Lokal wurde 2022, 2024 und 2025 in die Soba-Auswahl „Tabelog 100“ aufgenommen.
Die meisten Bewertungen loben Duft und Textur der Juwari, mehrere Gäste nennen sie die beste Soba ihres Lebens. Viele bestellen dazu grob gemahlene Nihachi (Soba im Verhältnis 80/20), die mit einer ungewöhnlichen Dip-Sauce auf Makrelen-Dashi kommt. Weitere Favoriten:
- Jidori Tsuke-Soba: dicke Nudeln zum Eintauchen in eine heiße Brühe vom regionalen Shinshu-Gold-Shamo-Huhn mit Wildgemüse.
- Das Huhn als Tōbanyaki, auf einer zischend heißen Keramikplatte serviert.
- Cremiger Tofu mit Umeboshi.
- Sobagaki.
- Die saisonale Gemüseplatte.
Eine Minderheit fand die Soba gewöhnlich oder für ihren Ruf zu wenig aromatisch. Kritisiert werden außerdem kleine Portionen, sehr wenig Dip-Sauce, dünnes Sobayu und scharfer geriebener Rettich. Im Herbst stören an den Fensterplätzen Insekten, im Sommer gibt es keine Klimaanlage.
Gäste zahlten 2024–2026 etwa:
- ¥1.200 für Juwari
- ¥1.100 für Nihachi
- ¥1.300 für Shirabiso
- ¥2.200 für Jidori Tsuke-Soba
- ¥450 für Tofu oder Yaki-Miso
- ¥1.800 für Sobagaki aus handgemahlenem Mehl
- ¥2.700 für das Hähnchen-Tōbanyaki
Mittags liegt man typischerweise bei ¥1.000–2.000. Abendessen gibt es nicht. Für dieses handwerkliche Niveau sind ¥1.100–1.300 pro Nudelportion fair. Wer hungrig ist, braucht aber meist eine zweite Portion oder eine Beilage, dann landet eine sättigende Mahlzeit bei etwa ¥2.500–3.500.
- Öffnungszeiten: nur mittags. Die Soba ist oft schon zwischen 12:00 und 13:30 ausverkauft, Juwari zuerst. Gäste empfehlen, bis 11:00 da zu sein.
- Reservierung: nicht möglich, einfach hinfahren. Parken, sich drinnen auf die Warteliste eintragen und in der Nähe bleiben, denn Abwesende werden übersprungen. Wartezeiten von 40–90 Minuten sind üblich.
- Mit dem Auto: rund 10 Minuten vom Bahnhof JR Komagane und 3 Minuten von der Anschlussstelle Komagane IC. Die Einfahrt ist leicht zu übersehen, am besten über die Straße auf der Westseite anfahren. Parkplätze vorhanden.
- Mit dem Bus: ab Bahnhof Komagane mit dem Ina Bus, Linie Komagatake Ropeway, Richtung Shirabi-dake (Komagatake Ropeway Station). Aussteigen an der Haltestelle Kiriishi Park, dann 15 Minuten zu Fuß (1,1 km). Die Busse fahren etwa zweimal pro Stunde.
- Bezahlung: nur bar. Kreditkarten, E-Geld und QR-Zahlungen werden nicht akzeptiert.
- Plätze: etwa 22, geteilte Tische möglich. Keine Separees, keine Exklusivmiete.
- Rauchen: Nichtraucherlokal.
- Mobilfunk: kaum Empfang, daher Karten vorher herunterladen.







