Seit 1978 kocht Ichiban (壹番) in Atami kantonesisch und sichuanesisch. Berühmt ist das Haus für kleine Gyoza, die nicht in Wasser, sondern in Ramen-Brühe gedämpft werden und dadurch knusprige, spitzenartige Ränder bekommen. Seit Prominente das Lokal im japanischen Fernsehen empfohlen haben, stehen hier die längsten Schlangen aller chinesischen Restaurants der Stadt. 2024 und 2026 wurde es in die Tabelog-Auswahl „Tabelog 100“ Chinese EAST aufgenommen. Das Personal pflegt einen Running Gag und serviert Bier als „Desinfektionsmittel für Erwachsene“.
Die Gyoza tauchen in fast jeder Bewertung auf. Dicht dahinter folgen Ichiban-men, auch Umani Soba genannt (dünne Nudeln unter einer dicken Sauce aus Meeresfrüchten und Gemüse), und Kani-tama, ein Krabbenomelett in süßsaurer Sauce. Ebenso beliebt sind Garnelen in Sojamilch-Mayonnaise. Immer wieder genannt werden außerdem Schweinefleisch süßsauer mit schwarzem Essig, Garnelen in Chilisauce mit gedämpften Brötchen und das vierstöckige Dim-Sum-Set. Viele heben den herzlichen, hilfsbereiten Service hervor.
Etwa jeder sechste Gast hält den Ruf für übertrieben: Die Gyoza seien gewöhnlich, die Preise für ein Nachbarschaftslokal zu hoch. Mapo Tofu, gebratener Reis mit Zha Cai und die Suppen waren mehreren Gästen zu salzig. Zu Stoßzeiten kommt das Essen langsam oder in falscher Reihenfolge. Einzelne Bewertungen erwähnen eine möglicherweise um ¥500 zu hohe Rechnung und ein Glas Shaoxing-Wein, das deutlich mehr kostete als eine halbe Karaffe. Zwei ausländische Besucher berichten, abends abgewiesen worden zu sein.
2024–2026 zahlten Gäste rund ¥1.595 für das Mittagsset unter der Woche (Hauptgericht mit Gyoza, Salat, Reis und Dessert) und ¥1.500 für das Dim-Sum-Set. À la carte kosteten Gyoza ¥700–770, Ichiban-men ¥1.485 und süßsaures Schweinefleisch ¥2.100–2.300. Ein Abendmenü lag Mitte 2026 bei ¥6.000 pro Person. Mittags sind ¥1.000–2.000 üblich, abends ¥6.000–8.000.
Die Mittagssets unter der Woche gelten weithin als Schnäppchen. Die Gerichte à la carte sind großzügig und zum Teilen gedacht, für drei oder mehr Personen ist die Rechnung daher fair. Wer eine günstige Garküche erwartet, empfindet sie als teuer.
- Anfahrt: 7 Minuten zu Fuß (575 m) vom Bahnhof JR Atami Station, überwiegend bergab.
- Reservierung: Mittags ist keine Reservierung nötig, es wird auch keine angenommen. Gegen 10:30–11:00 liegt eine Warteliste aus, um 11:15 werden die Namen aufgerufen, und die ganze Gruppe muss anwesend sein, um einen Platz zu bekommen. Abends rechtzeitig telefonisch reservieren (0557-83-4075). Ohne Reservierung wird man oft abgewiesen, und die Sitzzeit kann begrenzt sein.
- Bezahlung: Nur Bargeld. Kreditkarten, elektronisches Geld und QR-Code-Zahlungen werden nicht akzeptiert.
- Plätze: 30 Plätze, gelegentlich wird um das Teilen eines Tisches gebeten. Keine separaten Räume, das Restaurant kann aber exklusiv gemietet werden. Die Portionen sind auf Gruppen ab drei Personen ausgelegt.
- Rauchen: Rauchfrei, Aschenbecher vor der Tür.
- Parken: Zwei Stellplätze.
- Gut zu wissen: Das Mittagsset unter der Woche gibt es von 11:30 bis 13:30. Getränkepreise am besten vor der Bestellung erfragen.









