Yoshitomo (好し智) ist eine Tempura-Theke in Hamamatsu, an der das Gemüse die Hauptrolle spielt. Der Koch lernte bei Narumi, einem der bekanntesten Tempura-Häuser der Präfektur Shizuoka. Er arbeitet mit zwei Töpfen Sesamöl, einem heißen und einem milden, sodass eine ganze Süßkartoffel bis zu einer Stunde langsam frittieren kann. Von den acht Thekenplätzen aus sieht man jedes Stück ins Öl gehen. Das Restaurant wurde 2023 und 2025 in die Tabelog Tempura 100 aufgenommen.
Fast jede Kritik hebt das Gemüse hervor. Die Lotuswurzel aus Hamamatsu ist so klebrig, dass sie Fäden zieht, Karotte und Daikon schmecken beinahe wie ein Dessert, und die langsam frittierte Satsumaimo gilt als Höhepunkt. Der dicke, fluffige Degenfisch (Tachiuo) mit Shiso zum Auftakt ist ein wiederkehrender Favorit. Gelobt wird auch die Kuruma-Garnele, deren Kopf und Rogen separat frittiert werden. Dazu kommen ein Teig, der leicht bleibt, und ein Salat zur Mitte des Menüs, der mehr ist als eine Pause. Zum Abschluss gibt es eine »Mix«-Donburi mit Kakiage und Ei.
Kritik gibt es wenig. Stammgäste bemerken, dass sich das Menü kaum verändert. Einige erwähnen eine schroffe ältere Servicekraft. Manche finden, die Preiserhöhung von ¥8.000 habe mit der Küche nicht Schritt gehalten. Gelegentlich werden ein zu lange frittiertes Anago-Schwanzstück, die Garnele oder das Kakiage bemängelt.
Mittags und abends wird dasselbe Omakase-Menü serviert. Gäste zahlten dafür 2024 bis 2026 rund ¥13.000, zuletzt ¥15.000 zuzüglich Steuer (¥16.500). Ein Mittagessen mit einem Oolong-Tee kam auf etwa ¥15.500. Abends mit Sake lagen die Rechnungen meist bei ¥18.000–21.500.
Die meisten Gäste, auch aus Tokio und Nagoya, halten das für bemerkenswert günstig angesichts dieses Tempura-Niveaus. Eine Minderheit findet den gestiegenen Preis lediglich angemessen.
- Reservierung: nur mit Reservierung, ohne Buchung kommt man nicht hinein. Reserviert wird telefonisch auf Japanisch (053-450-5510), oft viele Monate im Voraus. Einigen Berichten zufolge werden Neukunden mitunter abgewiesen.
- Ablauf: Alle Gäste beginnen gemeinsam um 12:00 oder 18:00, und erst dann wird die Tür aufgeschlossen. Das Menü dauert 2–2,5 Stunden. Die Öffnungstage sind nicht fest und müssen im Restaurant erfragt werden.
- Anfahrt: 10 Minuten zu Fuß vom Nordausgang der JR Hamamatsu Station oder 5 Minuten von der Daiichi-dori Station der Enshu Railway. Der Eingang liegt versteckt in einer Gasse an der Einkaufspassage Yurinoki-dori, im Erdgeschoss des Kojimaya Building.
- Bezahlung: Kreditkarten (Visa, Mastercard, JCB, Amex, Diners) werden akzeptiert. Elektronisches Geld und QR-Code-Zahlungen werden nicht akzeptiert.
- Plätze: acht Plätze an der Theke. Es gibt keine separaten Räume und keine Exklusivmiete. Allein Speisende sind willkommen.
- Rauchen: Nichtraucherlokal.
- Parken: kein eigener Parkplatz, in der Nähe gibt es Münzparkplätze.
- Getränke und Sprache: Das Haus legt besonderen Wert auf Sake. Eine englische Karte wird in keiner Kritik erwähnt.






