Hijikata (土方) ist ein Tresen mit acht Plätzen in Nagoya. Küchenchef Shōji Hijikata kocht reduziert und zurückhaltend und überlässt erstklassigen Saisonprodukten die Hauptrolle. Das Haus trägt drei Michelin-Sterne. Es erhielt 2025 und 2026 den Tabelog Award in Bronze und wurde 2025 in die Tabelog 100 für japanische Küche aufgenommen. Bekanntester Wintergang ist die Matsuba-Krabbe, unterschiedlich lang gegart, von 50 Sekunden bis zu sieben Minuten. So schmeckt man, wie sich ihre Süße verändert. Die Reste wandern in ein Zōsui mit Krabbenmiso. Im Sommer kommen Sōmen in Eisschalen, die der Chef selbst schnitzt.
Fast alle Kritiken loben die beiden Reisgerichte aus dem Donabe, dem Tontopf, die das Menü abschließen. Nachschlag gibt es reichlich. Am meisten begeistern der Reis mit Nodoguro und der Reis mit Matsutake. Gäste heben außerdem den Obstgang mit Raritäten wie Tsukamoto-Erdbeeren und Ruby-Roman-Trauben hervor. Stammgäste erwähnen den in Miso marinierten Yūan-yaki-Fisch, die Sake-Begleitung, die die Wirtin und Frau des Chefs auswählt, und das lockere Wechselspiel des Paares.
Kritik betrifft vor allem den Preis. Manchen erscheint er schwer zu rechtfertigen, einer hielt rund ¥30.000 für angemessen. Ein Erstbesucher empfand das Personal gegenüber Neulingen kühler als gegenüber Stammgästen und fand die Highballs ungleichmäßig und sehr stark. Vereinzelt ist von einem unausgewogenen Gericht die Rede.
Mittags ist geschlossen, abends gibt es ein einziges Omakase-Menü. Die angegebene Spanne von ¥30.000–39.999 untertreibt die tatsächlichen Kosten. 2025–2026 sahen Gäste das Menü für ¥48.000–57.000. Ihre Gesamtrechnungen mit Getränken sahen so aus:
- ¥49.020 mit einem Bier und drei Shōchū
- ¥55.480 mit einem Bier und fünf Sake
- ¥58.560 mit zwei Sake
Realistisch sind etwa ¥50.000–60.000 pro Person. In der Krabben-, Matsutake- und Fugu-Saison wird es teurer.
Stammgäste halten den Preis für Produkt, Küche und Obst für fair, und Preis-Leistungs-Werte von 4,4–4,5 auf Tabelog bestätigen das. Wer kein ausgesprochener Kaiseki-Liebhaber ist, dürfte ¥50.000 und mehr als hoch empfinden.
- Reservierung: Nur mit Reservierung, spontane Besuche sind nicht möglich. Offiziell wird der Folgemonat am 15. ab 11:30 Uhr telefonisch unter 052-971-1110 freigegeben. Laut Gästen sind Neureservierungen jedoch praktisch ausgeschlossen, und der erste Besuch gelingt meist nur auf Einladung eines Stammgasts.
- Anfahrt: Das Restaurant liegt in einem freistehenden Haus. Es ist etwa 566 m, rund 10 Gehminuten, vom Bahnhof Hisaya-odori entfernt und ähnlich weit vom Bahnhof Marunouchi.
- Ablauf: Nur abends, mit einer Sitzung um 18:00 Uhr. Das Menü dauert etwa drei Stunden, die Ruhetage wechseln.
- Bezahlung: VISA, Mastercard, JCB und AMEX werden akzeptiert. Elektronisches Geld und QR-Code-Zahlungen werden nicht angenommen.
- Kleiderordnung: Keine legere Kleidung wie Shorts oder Sandalen.
- Plätze: Acht Plätze am Tresen und ein Separee für sechs Personen. Exklusive Anmietung ist möglich.
- Rauchen: Nichtraucherlokal.
- Parken: Keine eigenen Parkplätze, aber Münzparkplätze in der Nähe.




