Komatsu Yasuke ist der Tresen von Kazuo Morita in Kanazawa. Der inzwischen über 90-jährige Meister gilt als Sushi-Legende Westjapans und wird oft in einem Atemzug mit Sukiyabashi Jiro genannt. Das Besondere ist der Service: Am Tresen wird jedes Stück direkt in die Handfläche des Gastes gelegt. Die Signaturen sind unverwechselbar. Tintenfisch wird hauchdünn in Fäden geschnitten und mit Salz und Sesam gepresst. Unakyu ist eine Handrolle aus knusprig frisch gegrilltem Aal und Gurke in geröstetem Nori. Negitoro ist gehackter fetter Thunfisch mit einem Berg fein geschnittenem Lauch. Seit 2019 erhält das Haus jedes Jahr einen Tabelog Award.
Unakyu wird in den meisten Bewertungen erwähnt und oft gleich zweimal bestellt. Gleich danach loben Gäste den Tintenfisch und das marinierte Thunfisch-Nigiri mit Konowata (gesalzene Seegurken-Innereien) zum Auftakt. Ebenso gelobt werden süße Amaebi-Garnelen, geschmorte Muschel und Anago (Meeraal) mit Salz und Yuzu. Viele erleben die jungen Köche als freundlich und entspannt, und etliche Gäste reservieren schon beim Hinausgehen erneut.
Der wichtigste Vorbehalt: Morita selbst ist meist nicht anwesend, vor allem bei späten Sitzungen. Stammgäste sagen, das Sushi seiner Schüler sei sehr gut, aber nicht dasselbe. Mehrere Rezensenten fanden das Grundmenü klein und gehetzt, es dauert etwa 40 Minuten. Manche empfanden den Raum als laut und für den Preis zu leger, und der Reis an den Tischen zerfalle leicht. Späte Sitzungen können bis zu 40 Minuten verspätet beginnen. Einem Gast wurden marinierter Thunfisch und Shirako (Kabeljaumilch) ungefragt serviert und mit ¥3.300 berechnet.
Es gibt nur Mittagsservice, abends ist geschlossen. In den Jahren 2025–2026 zahlten Gäste rund ¥11.000 für das Grund-Omakase. Mit einigen Extras kamen sie auf etwa ¥17.000–20.000, mit Sake und Snacks auf rund ¥30.000 pro Person. Die Yajikita-Reisbällchen zum Mitnehmen kosteten ¥2.500–3.000 für zwei. Japanische Rezensenten schreiben immer wieder, das sei etwa die Hälfte dessen, was vergleichbare Tresen in Tokio verlangen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist daher gut, allerdings weniger, wenn man nur das Grundmenü am Tisch nimmt.
- Anfahrt: 4 Minuten zu Fuß (ca. 290 m) von der JR Kanazawa Station, 193 m von Hokutetsu Kanazawa. Der Eingang liegt an der Rückseite des Hotelanbaus Kanazawa Chaya. In der Hotellobby wartet man, bis man aufgerufen wird.
- Reservierung: Es wird nur mit Reservierung bedient, spontan kommt man nicht hinein. Reserviert wird telefonisch unter 076-231-1001. Die Leitungen öffnen drei Monate im Voraus, und man muss mit vielen Anrufversuchen rechnen, gelegentlich werden aber Plätze durch Absagen frei. Mittwochs und donnerstags wird das Telefon nicht abgenommen.
- Sitzungen: 11:00, 13:00 und 15:00 Uhr. Spätere Sitzungen können sich verzögern.
- Plätze: 18 insgesamt, davon 10 am Tresen und drei Tische. Fragen Sie nach dem Tresen, denn an den Tischen entfällt die Übergabe von Hand zu Hand. Es gibt keine Separees und keine Exklusivbuchung.
- Bezahlung: Visa, Mastercard, JCB, Amex und Diners werden akzeptiert. Elektronisches Geld und QR-Zahlungen werden nicht angenommen.
- Extras: Fragen Sie nach dem Preis, bevor zusätzliche Stücke serviert werden.
- Sonstiges: Nichtraucherlokal mit kostenlosem WLAN und Take-away. Es gibt keine Parkplätze, nutzen Sie einen Parkplatz in der Nähe. Es wird wenig Englisch gesprochen, das Personal bemüht sich aber.






