Oryori Kifune (御料理 貴船) ist ein kleines Kaiseki-Restaurant in einem Haus aus der Taisho-Zeit am Ufer des Asano-Flusses in Kanazawa. Der in Kyoto ausgebildete Koch serviert ein saisonales Menü, das am 15. jedes Monats wechselt. Es baut auf Meeresfrüchten aus Kanazawa auf und setzt französische und chinesische Akzente, etwa mit Abalone und Zucchini in Lebersauce, dazu Zwieback. Die Gänge werden inszeniert: Das Hassun (saisonale Platte) erscheint als Sommerfeuerwerk, und lebende Ayu (Süßfische) werden am Tisch gezeigt, bevor sie auf den Grill kommen. 2021 wurde das Haus in die Liste Tabelog 100 für japanische Küche (Westjapan) aufgenommen.
Die meisten Gäste berichten von einem Gang nach dem anderen ohne Schwachstelle. Immer wieder genannt wird der Reis aus dem Tontopf mit Aal, Krabbe oder Noto-Rind, und die Reste bekommt man zum Mitnehmen eingepackt. Im Winter steht Krabbe auf dem Menü, darunter Kobako (weibliche Schneekrabbe). Gelobt werden außerdem das Sukiyaki vom Noto-Rind und die klaren Suppen. Gäste erwähnen großzügige Portionen, schönes Kutani-Porzellan und eine herzliche, aufmerksame Okami (Gastgeberin).
Kritik gibt es auch. Mehrere Gäste fanden den Service aufdringlich, weil Teller abgeräumt wurden, bevor sie aufgegessen hatten. Die Würzung ist zurückhaltend, Gespräche dringen durch die Trennwände der Räume, und die Toiletten sind alt. Ein Gast saß bei einem Gruppenmittagessen an gemeinsamen Tischen und fand das Essen gewöhnlich.
Serviert werden nur Menüs, Preise für einzelne Gerichte sind nicht dokumentiert. Laut Restaurant liegt der übliche Betrag mittags bei 3.000–3.999 Yen und abends bei 8.000–9.999 Yen, Gäste berichten jedoch von höheren Summen. Ein Mittagsmenü kostete 2020 5.500 Yen. Für das Abendmenü zahlten Gäste 2023 8.000 oder 12.000 Yen und 2026 rund 12.500 Yen. Ein Abendessen im Jahr 2020 kam mit Getränken auf etwa 15.000 Yen. Hinzu kommt eine Servicegebühr von 8 %.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis bewerten die Gäste als gut. Viele schreiben, eine Küche mit Aal, Krabbe, Nodoguro (Rotem Kehlbarsch) und Shirako (Kabeljaumilch) würde in Tokio oder Kyoto das Zwei- bis Dreifache kosten.
- Reservierung: nur mit Reservierung, telefonisch unter 076-220-6131. Ohne Buchung kein Einlass, ein englisches Schild an der Tür weist darauf hin. Reservierungen für den Folgemonat werden ab dem 1. um 10:00 Uhr angenommen. Gäste berichten, dass sie etwa sechs Monate im Voraus gebucht haben.
- Gruppengröße: nur vier Gruppen pro Durchgang. Alleinreisende werden möglicherweise nicht angenommen. Gruppen ab sechs Personen sollten vorab Kontakt aufnehmen.
- Anfahrt: etwa 2 Minuten zu Fuß von der Haltestelle Hikoso Ryokuchi (Linie Konohana des Kanazawa Flat Bus) oder 3–5 Minuten von der Haltestelle Owari-cho (Busse der Hokuriku Railway). Bis zum Bahnhof Hokutetsu Kanazawa sind es 1.257 m.
- Bezahlung: Kreditkarten (VISA, Mastercard, JCB, AMEX) werden nur abends akzeptiert. Mittagessen und Frühstück zahlt man bar. Es gilt eine Servicegebühr von 8 %.
- Plätze: im Obergeschoss zwei Tatami-Räume (bis sechs und bis vier Personen), im Erdgeschoss Tische. Separate Räume gibt es für 4, 6 oder 8 Personen.
- Rauchen: in den Räumen erlaubt. Die aktuellen Regeln erfragt man am besten beim Restaurant.
- Parken: zwei Stellplätze, bei der Reservierung bestätigen lassen. Gäste empfehlen, zu Fuß oder mit dem Taxi zu kommen.
- Frühstück: nur sonntags, für drei Gruppen.
- Tipp: Die Menüs sind umfangreich, also hungrig kommen.









