Sushi Kibatani (鮨 木場谷) überträgt die Edomae-Technik auf Fisch aus dem Japanischen Meer. Der Chef lernte bei Sushi Aoki in Ginza und kauft jeden Morgen in Himi und Shinminato an der Toyama-Bucht ein. Zu den Signaturen gehören:
- eine übergroße Ankimo (Seeteufelleber)
- gedämpfte Abalone von der Noto-Halbinsel in Lebersauce; in den Rest der Sauce wird anschließend Reis gerührt
- Kuruma Ebi auf einer Paste aus weißen Toyama-Garnelen
- ein Tamagoyaki mit weißen Garnelen
Das Haus hat fünfmal den Tabelog Award in Bronze erhalten, zuletzt 2026.
Am meisten gelobt werden die Otsumami, die kleinen Gänge vor den Nigiri. Mehrere japanische Stammgäste stellen sie über das Sushi selbst. Immer wieder genannt werden die Ankimo, Amaebi mit Konowata (Seegurken-Innereien), Winterkrabbe und geflämmter Nodoguro, den der Chef direkt über den Tresen reicht. Der Chef wirkt streng, ist aber herzlich, und mehrere ausländische Gäste berichten, dass er die Gänge auf Englisch erklärt hat.
Schwachpunkt ist der Service. Gäste nennen nicht nachgefüllten Tee und Ingwer, einen ungewischten Tresen und keine Verabschiedung. Ein Lehrling trat schroff auf, und das Tempo sackt ab, wenn mitten im Menü neue Paare dazukommen. Ein japanischer Gast fand den Raum abgenutzt und vollgestellt. Zwei ausländische Gäste hatten den Eindruck, kleinere Stücke als japanische Gäste zu bekommen, einer nannte das Haus 2026 wenig einladend für Touristen. Manchen blieben die Nigiri weniger im Gedächtnis als die kleinen Gänge.
Es gibt weder Mittagstisch noch À-la-carte, Preise einzelner Gerichte sind daher nicht dokumentiert. Zwischen 2024 und 2026 zahlten Gäste rund ¥28.000–33.000 für das Omakase. Einer zahlte ¥37.000 mit vier Getränken, ein Paar ¥76.000 zu zweit mit fünf Getränken. Laut Restaurant liegt das Abendessen typischerweise bei ¥30.000–39.999; eine Servicegebühr kommt hinzu.
Für diese Preisklasse stimmt das Verhältnis. Rund 20 Gänge machen die meisten satt, und mehrere Gäste, auch Japaner, halten die Preise im Vergleich zu Tokio für fair. Nur an Abenden mit schwachem Service trübt sich das Bild.
- Anfahrt: etwa 10 Minuten mit dem Taxi ab Kanazawa Station oder 25–30 Minuten zu Fuß. Bis Hokutetsu Kanazawa sind es 1.267 m. Eingang ist die Schiebetür im Erdgeschoss; die Treppe führt zu einer separaten Bar im Obergeschoss.
- Reservierung: nur mit Reservierung, spontan kommt man nicht hinein. Buchbar über kibatani.com, Pocket Concierge oder Ikyu (online maximal 2 Personen) oder über das Hotel unter 076-256-1218.
- Plätze: 8 Plätze am Tresen, gestaffelter Beginn um 17:00/18:00 und 19:30/20:30. Keine Separees, das Lokal kann aber exklusiv gemietet werden.
- Menü: nur Omakase. Allergien werden vorab abgefragt. Ankimo und Krabbe sind saisonal, am besten im Winter.
- Bezahlung: Visa, JCB, Amex und Diners werden akzeptiert. Elektronisches Geld und QR-Code-Zahlungen werden nicht akzeptiert. Es fällt eine Servicegebühr an.
- Kinder: willkommen, sie bekommen dasselbe Menü wie Erwachsene.
- Rauchen und Parken: Nichtraucherlokal. Kein eigener Parkplatz, aber ein Münzparkplatz in der Nähe.









