Ramen Hoshijirushi (ラーメン星印) ist ein winziger Familienbetrieb mit zwei Gesichtern. Der Inhaber lernte in der Linie des verstorbenen Minoru Sano und dessen Shina Sobaya und kocht mit entsprechender Strenge. Der Raum dagegen gehört ganz dem Rocksänger Eikichi Yazawa: Poster, Fanartikel und seine Musik in voller Lautstärke. Von 2019 bis 2025 wurde der Laden jedes Jahr in die regionale Tabelog-Ramen-100-Auswahl aufgenommen.
Das Gericht, das Rezensenten hervorheben, sind die Kombu-Sui-Tsukemen. Die Nudeln liegen in dickflüssigem Kombu-Wasser und werden zuerst nur mit Salz gegessen, danach in die Sauce getunkt. Mehrere Gäste halten sie für die besten ihrer Art. Die Shoyu-Ramen mit Brühe aus Fisch und Huhn und seidigen dünnen Nudeln wird für ihre Ausgewogenheit gelobt. Beliebt sind außerdem die Wantans mit Ingwer, die drei Sorten Chashu, das gut marinierte Ei, wechselnde Sonderschalen und ein Mini-Curry nach Sanos Rezept. Der Service ist herzlich; englischsprachige Besucher erlebten das Personal als geduldig und hilfsbereit.
Die bewusst weich gekochten Nudeln spalten das Publikum, manchen sind sie zu weich. Einige japanische und ausländische Gäste fanden die Ramen für den Preis gewöhnlich. Weitere Kritikpunkte sind ein vollgestellter Raum und der Inhaber, der beim Kochen laut plaudert. Genannt werden auch ein unfreundlicher Helfer (2023) und handgeschriebene Tafeln mit Sondergerichten, die schwer zu lesen sind.
Mittags wie abends liegt man bei ¥1.000–1.999. Zwischen 2024 und 2026 zahlten Rezensenten etwa ¥1.100 für Shoyu-Ramen und ¥1.600 für Tokusei-Shoyu- oder -Shio-Ramen (mit allen Toppings). Die Tokusei-Kombu-Sui-Shoyu-Tsukemen kosteten ¥1.750–1.800, das Mini-Curry ¥500 und das Rock'n'roll Gohan (Reis mit darunter versteckten Schweinefleischwürfeln) ¥400. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist fair, aber nicht günstig. Die Portionen sind großzügig und die Toppings hochwertig, doch mehrere Rezensenten bewerten den Gegenwert schlechter als das Essen selbst.
- Anfahrt: 4–5 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Tanmachi (Tokyu Toyoko Line), 5–6 Minuten vom Bahnhof Kanagawa (Keikyu Main Line), 10 Minuten vom Bahnhof Higashi-Kanagawa (JR Keihin-Tohoku Line, West Exit).
- Bezahlung: nur Bargeld. Kreditkarten, E-Geld und QR-Zahlungen werden nicht akzeptiert. Bestellt wird mündlich, gezahlt am Ende; es gibt keinen Ticketautomaten.
- Reservierung: nicht möglich, man stellt sich einfach an. Am Wochenende sind 20–45 Minuten Wartezeit üblich.
- Plätze: 8 Thekenplätze, keine Separees. Gut für Alleinreisende und kleine Gruppen.
- Rauchen: drinnen Nichtraucher, draußen steht ein Aschenbecher.
- Parken: kein eigener Parkplatz, nebenan gibt es einen kostenpflichtigen.
- Sprache: Eine englische Karte wird nicht erwähnt, Sondergerichte stehen handschriftlich auf Tafeln.
- Öffnungszeiten: Sie ändern sich oft. Vorher den X-Account des Ladens prüfen.
- Durchgehend läuft laute Yazawa-Musik.








