FAON (FAON) kocht einfallsreiche, saisonale französische Küche auf Basis von Produkten aus Nara und verlangt dafür nur einen Bruchteil der Großstadtpreise. Der kleine Raum mit niedriger Decke liegt am Hang beim Sarusawa-Teich unterhalb des Kofuku-ji. Von den Fenstertischen blickt man in den Park mit seinen Hirschen. Zu den Glanzstücken zählen marinierte Garnelen mit Aubergine unter Ingwereis und Ayu (ein sommerlicher Flussfisch) mit Wassermelone und Tomatensorbet. Als Hauptgang gibt es regionales Yamato-Rind und Hirsch aus Nara. Das Brot kommt ofenwarm an den Tisch.
Fast jede Bewertung lobt die Küche. Immer wieder genannt werden die Speck-Madeleine als Amuse-Bouche, die warme Vorspeise mit Foie gras, die Suppen, die Ente, der Hirsch (laut Gästen ganz ohne Wildgeschmack) und die Desserts. Der Service gilt als freundlich und aufmerksam. Gäste berichten von eigens zusammengestellten Menüs bei Allergien und einem Überraschungsteller zum Geburtstag. Einmal fuhr ein Mitarbeiter durchnässte Gäste sogar zurück ins Hotel.
Der häufigste Kritikpunkt ist das Salz. Etwa fünf japanische Rezensenten fanden einzelne Gerichte oder Saucen zu salzig. Wenn mittags Gruppen den Raum füllen, wird es laut. Zwei Gäste fanden die offenen Weine neben dem Essen schwach, die Flaschenkarte dagegen gut zusammengestellt. Vereinzelt wurde eine Sauce als belanglos oder die Küche als ungleichmäßig beschrieben.
Gäste zahlten 2024–2026 mehr, als die gelisteten Preisspannen vermuten lassen. Mittagsmenüs kosteten etwa ¥3.000, ¥4.000 und ¥5.000, ein B-Menü 2026 ¥5.500. Abends lag das Menü bei ¥7.500–8.500, Ende 2026 bei ¥8.000–9.000, mit Getränken bei rund ¥10.000 pro Person. Aufpreise für den Hauptgang lagen bei etwa ¥440 für Lamm, ¥550 für Ente und ¥880–980 für Yamato-Rind. Ein Glas Weißwein kostete ¥900, ein Heartland-Bier ¥770. Zu rechnen ist mit etwa ¥3.000–5.500 mittags und ¥8.000–10.000 abends.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist hervorragend. Japanische Gäste nennen ein komplettes Abendmenü unter ¥10.000 in Tokio undenkbar, französische Besucher halten den Vergleich mit Frankreich für schmeichelhaft. Die Portionen sind fein, machen aber satt.
- Anfahrt: 500 m (etwa 10 Minuten zu Fuß) vom Bahnhof Kintetsu Nara, nahe dem Sarusawa-Teich.
- Reservierung: notwendig, ohne Reservierung ist kaum ein Tisch zu bekommen. Mittags ist oft ausgebucht, besonders während Festen und Ausstellungen in Nara. Telefon 0742-25-3009; auch das Hotel kann reservieren. Allergien bei der Buchung angeben.
- Bezahlung: Kreditkarten (JCB, AMEX). Elektronisches Geld und QR-Code-Zahlung werden nicht akzeptiert. Laut Gästen wird mittags nur bar bezahlt.
- Menü: nur Menüs, kein À-la-carte.
- Räume: keine Separees, das Restaurant kann exklusiv gemietet werden.
- Rauchen: komplett rauchfrei.
- Parken: keine Parkplätze.
- Sprache: Das Personal hilft Gästen mit wenig Japanischkenntnissen.










