Der Grund für die Anreise ist Irabu-jiru, eine Suppe aus geräucherter Seeschlange, einst Speise am Königshof der Ryukyu. Die Familie putzt und entgrätet die Schlange von Hand und lässt sie tagelang mit Schweinefüßen, Kombu und Bonito sieden. Die Brühe schmeckt dadurch klar und dashi-artig statt fischig. Sie kommt als Teil eines Menüs aus etwa 13 Okinawa-Hausmannsgerichten auf den Tisch, serviert in einem umgebauten Wohnhaus.
Fast jede Bewertung lobt die Suppe: kein Fehlgeschmack, eine an Bonito erinnernde Brühe und ein Fleisch, das an Hering oder Lachs-Jerky erinnert. Viele berichten, dass ihnen beim Essen warm wird und sie ins Schwitzen kommen. Die Begleitgerichte werden ebenso gelobt: Jiimaami-dofu (Erdnusstofu, dehnbar wie Mochi), Tofuyo (in Awamori fermentierter Tofu, mit Käse verglichen), Fuuchibaa juushii (Beifußreis), Dooru-ten (Taro-Krapfen) und Inamuduchi (süßliche Schweinesuppe mit weißem Miso). Gäste erwähnen immer wieder die Herzlichkeit der Familie und die Erklärungen zu jedem Gericht, die ausländische Besucher in einer Mischung aus Japanisch und Englisch erhielten.
Die Kritik ist praktischer Natur. Die Portionen sind sehr groß, mehrere Gäste schafften sie nicht. Einige fanden die Küche, sobald der Reiz des Neuen verflogen war, schlicht gut, das Rafute (geschmorter Schweinebauch) gewöhnlich oder die Preise hoch.
Mittags ist geschlossen; abends gibt es nur das Menü, das bei der Reservierung gewählt wird. 2024 zahlten Gäste rund 6.000 Yen für das Kana-Menü ohne Schlange, 7.500 Yen mit halber Irabu-Suppe und 9.500 Yen mit voller Schale; ein reines Irabu-Menü kostete 5.500 Yen. Extras: Rogen der geräucherten Seeschlange für 1.000–1.500 Yen, Awamori für etwa 800 Yen pro Karaffe. Für das Abendessen sollte man mit etwa 6.000–9.500 Yen pro Person rechnen.
Gäste halten das Preis-Leistungs-Verhältnis für gut, mit Verweis auf die tagelange Vorbereitung, die Menge und die Seltenheit; einer nannte eine Rechnung von 9.100 Yen erstaunlich für das, was serviert wurde.
- Reservierung: nur mit Reservierung, telefonisch (098-930-3792), mindestens eine Woche, oft einen Monat im Voraus; ohne Reservierung kein Einlass. Das Restaurant empfiehlt Anrufe gegen 21:00 Uhr an Öffnungstagen. Das Menü wird bei der Buchung gewählt.
- Öffnungszeiten: nur Freitag- und Samstagabend, letzter Einlass 18:30. Zeiten können sich ändern, kurzfristige Absagen kommen vor – die Reservierung in der Woche davor bestätigen.
- Bezahlung: nur bar. Kreditkarten, E-Geld und QR-Zahlungen werden nicht akzeptiert.
- Anfahrt: kein Bahnhof in der Nähe; mit dem Bus bis zur Haltestelle Yagibaru. Das Haus liegt schwer auffindbar an einer schmalen Gasse; abends viel Verkehr aus Naha.
- Parken: keine Parkplätze.
- Plätze: Tische und Tatami, Separees vorhanden; Schuhe werden ausgezogen.
- Rauchen: Nichtraucherlokal.
- Kinder: willkommen.
- Portionen: Wer weniger isst, kann eine halbe Suppe oder weniger Reis erbitten.








