Marchinuya (まーちぬ家) ist eine familiengeführte Izakaya und besteht seit 1992. Der Gastraum ist aus Ryukyu-Kiefer gebaut, dem „Marchi“ im Namen. Das Holz hat der Großvater des Inhabers in den Wäldern von Yanbaru gesammelt. Gekocht wird okinawanische Hausmannskost. Das Aushängeschild ist Ika-sumi Jushi, ein Reis mit Tintenfischtinte, den viele Gäste mit einem Risotto vergleichen. Der zweite Grund für einen Besuch ist der Tropenfisch des Tages. Er wird im Ganzen an den Tisch gebracht, und man wählt selbst: eine Hälfte als Sashimi, der Rest gegrillt, in Butter gebacken oder in Salzsud geschmort (Maasu-ni).
Fast jede Kritik nennt den Ika-sumi Jushi ein Muss. Ebenso oft gelobt werden die Champuru, also Pfannengerichte mit Goya (Bittermelone), mit Somen-Nudeln, mit Fu (Weizengluten) oder mit Somen in Tintenfischtinte. Mehrere Stammgäste halten sie für die besten, die sie je gegessen haben. Häufig empfohlen werden außerdem Mozuku-Algen-Tempura, Sashimi vom Inseloktopus und Unchee (Wasserspinat). Das Personal wird immer wieder gelobt: Es bietet halbe Portionen an, berät bei der Bestellung und serviert zum Schluss gratis Ananas.
Der wichtigste Kritikpunkt ist die Reservierung. Die Leitung ist oft besetzt, und manche Anrufer wurden auf später vertröstet und dann abgewiesen. Ausländische Gruppen berichten, trotz freier Plätze nicht eingelassen worden zu sein. Kleinere Einwände betreffen etwas salzige Würzung, einen sehr dunklen Raum und eine schmale Getränkeauswahl jenseits von Bier und Awamori. Außerdem werden ein öliges Dourou-Tempura und ein süßliches Rafute (geschmorter Schweinebauch) bemängelt.
Zwischen 2024 und 2026 zahlten Gäste etwa ¥750 für Goya Champuru und ebenfalls ¥750 für Ika-sumi Jushi. Mozuku-Tempura kostete rund ¥990, ein Agu-Schweinesteak ¥1.400 und eine Sashimi-Platte ¥3.000. Ein ganzer Akamachi-Schnapper schlug mit etwa ¥4.500 zu Buche. Abends rechnet man mit ¥5.000–6.000 pro Person, oft auch weniger. Mittags ist geschlossen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis wird durchweg gelobt: Die Rechnung überrascht positiv, die Portionen sind großzügig und lassen sich anpassen, und Awamori-Flaschen sind nur moderat aufgeschlagen.
- Anfahrt: etwa 3 Gehminuten (147 m) vom Bahnhof Miebashi der Yui Rail.
- Reservierung: nötig. Man ruft genau zwei Wochen im Voraus unter 098-863-5159 an, und das Gespräch läuft auf Japanisch. Am besten klappt es kurz vor der Öffnung um 17:00 oder mit dem späten Durchgang ab etwa 20:30. Spät am Abend gelingt es gelegentlich auch ohne Reservierung, verlässlich ist das aber nicht. Alleinreisende und Paare haben es besonders schwer.
- Altersbeschränkung: Zutritt erst ab Mittelschulalter (etwa 12 Jahre). Jüngere Kinder werden nicht eingelassen.
- Bezahlung: Akzeptiert werden die Karten VISA, Mastercard, JCB, AMEX und Diners sowie elektronisches Geld. QR-Code-Zahlungen sind nicht möglich.
- Plätze: Es gibt Thekenplätze und einen Tatami-Raum, und die Plätze werden für zwei Stunden vergeben. Separee gibt es keines, das Lokal kann aber exklusiv gemietet werden.
- Rauchen: Das ganze Lokal ist rauchfrei.
- Parken: keine Parkplätze.
- Sprache: Die Speisekarte gibt es nur auf Japanisch.









