Seit fast 30 Jahren führt ein einziger Koch diesen Tresen mit vier bis fünf Plätzen. Er kocht allein, schenkt selbst den Wein aus und unterhält seine Gäste unablässig. Eine Karte gibt es nicht, ein Schild am Haus ebenso wenig. Abends wird ein einziges Menü nach Wahl des Kochs serviert, klassisch französisch und in riesigen Portionen. Besonders hervorgehoben wird der erste Gang: eine ganze Dose französischer Kaviar mit 30–50 g, serviert auf Auberginenmousse oder Blini. Dazu kommt wilde Stockente, die mit Netzen gefangen statt geschossen wird. Sie hängt an der Wand und wird vor den Gästen tranchiert.
Fast jede Bewertung kreist um die Großzügigkeit. Genannt werden ein ganzer Hummer pro Person in einer Bisque, drei dicke Stangen weißer Spargel, Chateaubriand vom Ishigaki-Wagyu und die ganze Ente. Die Pâté de campagne nennen Gäste immer wieder die beste ihres Lebens. Bis zum Rand gefüllter Champagner, sehr faire Weinpreise und die Witze des Kochs tauchen ständig auf.
Die Kritik fällt gering aus. Ein Dessert gibt es meist nicht. Die Wildente schmeckt kräftig nach Wild und spaltet die Meinungen, und ein Gast mochte die Pâté nicht. Einigen ist die Küche zu schlicht, anderen das Dauergespräch und Nachschenken zu viel. Ein Gast bewertete das Preis-Leistungs-Verhältnis niedriger.
Geöffnet ist nur abends, serviert wird ein festes Menü. Laut Bewertungen kostete es 2023 ¥12.000 zuzüglich Steuer, 2024 rund ¥16.500 und 2025 ¥22.000. Ein Glas Champagner lag bei etwa ¥1.500, eine Flasche Champagner bei ¥6.500–7.000. Mit Wein zahlten Gäste 2024–2026 zwischen ¥17.000 und ¥29.590 pro Person. Mittags ist geschlossen.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis loben die Gäste nachdrücklich. Produkte dieser Qualität und Menge würden in Tokio deutlich mehr kosten, und der Wein ist nahezu zum Großhandelspreis kalkuliert.
- Alter und Alkohol: keine Minderjährigen oder Kinder. Gäste, die keinen Alkohol trinken, werden nicht eingelassen, alkoholfreie Getränke gibt es nicht.
- Reservierung: nur telefonisch, ohne Reservierung kein Einlass. Bei zwei Abenden pro Woche und fünf Plätzen sollten Sie lange im Voraus buchen.
- Bezahlung: nur bar. Kreditkarten, elektronisches Geld und QR-Zahlungen werden nicht akzeptiert. Es fällt keine Servicegebühr an.
- Dresscode: legere Kleidung ist erlaubt, Shorts, Badekleidung, Sandalen und Flip-Flops jedoch nicht.
- Anfahrt: etwa 313 m von Prefectural Office. Mit dem Auto vom Flughafen fahren Sie die Route 58 Richtung Urasoe und biegen an der Kreuzung Kumoji links ab. Folgen Sie dann der schmalen Straße Richtung Matsuyama zwischen einem großen Tempel und der Naha Commercial High School. Das Wohnhaus liegt rechts, das Restaurant im Erdgeschoss. Ein Schild gibt es nicht.
- Plätze: fünf Plätze am Tresen, keine separaten Räume und keine Exklusivmiete.
- Rauchen: komplett rauchfrei.
- Parken: keine eigenen Parkplätze, ein kostenpflichtiger Parkplatz liegt in der Nähe.
- Hinweis: Gästen zufolge soll das Restaurant im September 2026 endgültig schließen.









