Bei Waryu Ryori Sarii macht ein Mann alles allein. Der aus Hokkaido stammende Koch kocht, richtet an, schenkt ein und erklärt jeden Gang selbst. Sein Omakase-Menü verbindet okinawische Produkte mit französischer und japanischer Technik. Das Signature-Gericht ist das Schaum-Sashimi: hochwertiger lokaler Fisch wie Akamachi oder Akajin-Mībai auf Sojasaucenschaum und Shīkwāsā-Zitrusschaum, dazu Blumenkohlmousse und Pflaumenweingelee. Den Abschluss bildet ein knusprig frittiertes Risotto aus Jūshī (okinawischem Würzreis). Es wird in Muschel- oder Fischbrühe zerbrochen, und mehrere Gäste nennen es das Beste des Abends.
Fast alle Bewertungen loben das Agu-Schwein-Shabu-Shabu, oft mit geriebenem Karasumi. Hervorgehoben wird auch der Braten vom okinawischen Wagyu in einer Sauce aus Rotwein, Hatchō-Miso und braunem Zucker. Viele erwähnen die Wein- und Sake-Begleitung mit ungewöhnlichen rumänischen Weinen und okinawischen Spirituosen sowie das Yachimun-Geschirr. Die Herzlichkeit des Kochs und die Gespräche am Tresen kommen immer wieder zur Sprache. Japanische Stammgäste, manche zum zehnten Mal hier, halten das Lokal in Naha für unverzichtbar.
Die Kritik ist gering und vereinzelt. Das Essen dauert rund 2,5 Stunden, weil eine Person alles erledigt. Der Kellerraum erinnert noch an die frühere Snackbar. Ein Gast im Separee fühlte sich vernachlässigt. Einigen waren die Sashimi-Kombinationen zu verspielt, der Jūshī-Gang zu schlicht oder die Portionen etwas knapp.
Es gibt nur Abendessen, kein Mittagessen. Gäste zahlten 2025–2026 rund ¥11.000 für das Omakase mit acht Gängen und ¥12.000 für sieben Gänge mit Getränkebegleitung. Ein Menü mit sieben Gängen kostete 2025 etwa ¥7.800. Eine Weinbegleitung mit fünf Gläsern lag bei etwa ¥4.000, eine Sake-Begleitung mit fünf Gläsern bei etwa ¥3.000, ein Heartland vom Fass bei ¥700. Mit Getränken gaben die meisten ¥12.000–15.000 pro Person aus, ein Gedeckaufschlag fällt nicht an.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist ausgezeichnet. Japanische wie ausländische Gäste schätzen, dass ein vergleichbares Menü in Tokio das Anderthalb- bis Zweifache kosten würde.
- Anfahrt: 5 Gehminuten vom Bahnhof Miebashi (Yui Rail), 7 Minuten vom Bahnhof Kenchomae. Der Kellereingang liegt nahe der Kokusai-dori. Laut Bewertungen sind es vom Bahnhof Makishi etwa 10 Minuten zu Fuß.
- Reservierung: erforderlich, spontan kommt man bei nur zehn Plätzen nicht hinein. Telefon: 050-5593-9040. Ein Gast reservierte persönlich vor Ort, nachdem die Online-Buchung scheiterte. Das Menü bestimmt der Koch, es wechselt mit der Saison.
- Kinder: Vorschul- und Schulkinder sind nur in den Separees willkommen, nicht am Tresen.
- Öffnungszeiten: Mo–Sa 18:00–23:00, So Ruhetag. Etwa 2,5 Stunden einplanen.
- Bezahlung: bar und mit Kreditkarte (VISA, Master, JCB, AMEX, Diners, UnionPay). Elektronisches Geld und QR-Code-Zahlungen werden nicht akzeptiert.
- Plätze: 10 Plätze inklusive Tresen. Separees gibt es für 2, 4 oder 6 Personen, das Lokal kann exklusiv gemietet werden.
- Rauchen und Parken: komplett rauchfrei. Parkplätze gibt es keine.
- Sprache: Der Koch spricht kaum Englisch, erklärt aber jedes Gericht mit einer Übersetzungs-App auf dem Handy.










