Unagi Sakuraya (うなぎ 桜家) wurde 1856 gegründet und ist das älteste Aalhaus Mishimas. Es liegt in einem alten Holzhaus am klaren Fluss Genbei. Die lebenden Aale ruhen mehrere Tage in Quellwasser vom Fuji, damit jeder schlammige Beigeschmack verschwindet. Danach werden sie über Holzkohle gegrillt, gedämpft und im Kanto-Stil glasiert. Das Ergebnis ist ungewöhnlich zarter Aal unter einer leichten, kaum süßen Sauce. Tabelog führte das Haus 2018, 2019, 2024 und 2026 in seiner Liste Unagi Tabelog 100.
Fast alle Bewertungen beschreiben den Aal als luftig und schmelzend, ohne fischige oder modrige Note. Markenzeichen des Hauses ist die zurückhaltende Sauce. Viele Gäste würzen mit der Tischsauce und grünem Sansho-Pfeffer nach. Mehrere nennen das Shirayaki (ungesaucter gegrillter Aal mit Wasabi und Sojasauce) das beste, das sie je gegessen haben. Gelobt werden außerdem das Umaki (Aal im Omelett), die großzügigen Portionen und die Atmosphäre des alten Hauses.
Der Service ist der wiederkehrende Kritikpunkt. Etwa ein Drittel der Bewertungen erwähnt schroffes oder gehetztes Personal, vor allem den Mann, der die Warteschlange regelt. Bemängelt werden außerdem Fließbandabläufe beim Bestellen, enge Gemeinschaftstische im Obergeschoss und dünner Tee. Manchen ist der Aal zu weich, die Sauce zu dünn oder das Gericht für den Preis zu gewöhnlich. Kleine Gräten kommen vor.
Im April 2025 stiegen die Preise, die gelistete Spanne von ¥4.000–4.999 ist daher überholt. 2025–2026 zahlten Gäste ¥5.500 für ein Unagi-ju (Aal auf Reis in der Lackbox) mit einem Aal. Mit anderthalb Aalen kostete es ¥7.700, mit zwei Aalen ¥9.900. Das zweistöckige Donburi kostete ¥10.120. Box und Schale enthalten dasselbe zum selben Preis. Mittags wie abends sollte man mit etwa ¥5.500–8.000 pro Person rechnen.
Die meisten halten das angesichts heutiger Aalpreise und der Portionsgrößen für fair, manche sogar für günstig. Eine lautstarke Minderheit, darunter Einheimische, findet es nicht besser als günstigere Konkurrenten und die Wartezeit nicht wert.
- Anfahrt: 1 Minute zu Fuß vom Bahnhof Mishima-Hirokoji (Izu-Hakone Railway, Sunzu-Linie), 12 Minuten vom JR-Bahnhof Mishima (Tokaido-Hauptlinie).
- Reservierung: Mittags keine Reservierung, es gilt die Warteschlange. Spontanes Kommen ist möglich, empfohlen wird aber ein Anruf am Vortag oder am Morgen, damit das Personal eine Wartenummer zurücklegt. Abends werden Reservierungen angenommen. Die Nummern werden nicht streng der Reihe nach aufgerufen.
- Wartezeit: An Wochenenden und Feiertagen sind 1 bis 2,5 Stunden üblich. Die Nummern werden etwa zwei Stunden vor der Öffnung um 11:00 ausgegeben und können schnell vergriffen sein. Aufgerufen wird in einem klimatisierten Warteraum nebenan.
- Bezahlung: nur bar oder per PayPay. Kreditkarten und elektronisches Geld werden nicht akzeptiert.
- Plätze: 100 Plätze, davon 20 an Tischen und 80 auf Tatami im Obergeschoss. Oben werden die Schuhe ausgezogen, die Treppe ist steil und ohne Handlauf. Separees gibt es nicht.
- Kinder: willkommen.
- Rauchen: Nichtraucherlokal.
- Parken: nur auf Partnerparkplätzen (Shinkou Parking, Hirokoji Parking, Mishima Taisha, Uchida Parking).
- Zum Mitnehmen: möglich.






