Yakitori Takase (焼鳥 高瀬) arbeitet mit zwei Edelrassen, Kuro-Satsuma und Nagoya Cochin. Gegrillt wird über Binchōtan-Holzkohle, Spieß für Spieß, direkt vor einer Theke mit zehn Plätzen. Das Lokal eröffnete im August 2024 und wurde 2025 in die Tabelog-Auswahl „Tabelog 100“ für Yakitori in Westjapan aufgenommen. Der Koch serviert Teile, die man in gewöhnlichen Yakitori-Bars kaum bekommt. Dazu gehören Soriresu, die „Auster“ am Schenkel, und Dakimi, Brust mit Shiso-Blatt in Haut gerollt. Die Haut wird knusprig, das Fleisch bleibt saftig. Gewürzt wird zurückhaltend, damit das Huhn selbst den Geschmack trägt.
Fast jede Kritik lobt die präzise Arbeit am Grill. Hervorgehoben werden die innen noch rosa Sasami (Filet) und das kurz abgeflämmte Hühner-Tataki mit hausgemachtem Ponzu. Mehrere Gäste nennen außerdem die Sadowara-Aubergine aus Miyazaki. Immer wieder gelobt wird der Abschluss: mit Huhn gegarter Reis und eine kräftige Hühnerbrühe. Das junge Betreiberpaar gilt als herzlich und aufmerksam, die Sake-Karte ist stark.
Die Kritik fällt gering aus. Zwei Gäste fanden, laute Stammgäste übertönten jedes Gespräch. Großen Essern waren die Portionen mitunter zu klein. Einige bemängeln kräftiges Salz, wenig Gemüse oder ein langsames Tempo. Einem Gast erschienen die Spieße selbst unauffällig.
Es gibt nur Abendessen, mittags ist geschlossen. Gäste zahlten 2025–2026 ¥7,700 für das zweistündige Omakase-Menü (nach Wahl des Kochs). Ein englischsprachiger Besucher zahlte 2025 ¥5,500 für ein kürzeres Menü mit neun Spießen und Beilagen. Mit Getränken lagen die Rechnungen bei etwa ¥9,200 bis knapp unter ¥10,000. Zusätzliche Spieße sind möglich, ihre Preise nennen die Kritiken aber nicht.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist das stärkste Argument. Japanische Gäste nennen die Rechnung wiederholt überraschend niedrig für Edelhuhn auf diesem Niveau, und einer rechnet bereits mit Preiserhöhungen.
- Anfahrt: etwa 5 Minuten zu Fuß von der Straßenbahnhaltestelle Komachi. Die Haltestelle Ebisu-cho liegt rund 256 m entfernt. Das Lokal befindet sich in einer schmalen Gasse im Central-Gate-Block in Yagenbori und ist leicht zu übersehen.
- Reservierung: nur mit Reservierung, ohne Reservierung kommt man nicht hinein. Gäste buchen Wochen im Voraus, manche etwa einen Monat. Telefon 082-909-9830.
- Altersbeschränkung: Zutritt erst ab Oberschulalter.
- Plätze: 10 Thekenplätze, keine separaten Räume. Das Lokal kann für bis zu 20 Personen exklusiv gemietet werden. Es gibt feste Sitzzeiten mit zwei Stunden Limit: 18:00–20:00 oder 19:00–21:00, die zweite Runde beginnt ab 20:30. Laut Gästen ist es um 18:00 ruhiger.
- Bezahlung: Kreditkarten werden akzeptiert (Visa, Mastercard, JCB, Amex, Diners). An elektronischem Geld gehen Verkehrs-IC-Karten wie Suica sowie QUICPay. QR-Code-Zahlung ist nicht möglich.
- Rauchen: Nichtraucherlokal.
- Parken: keine Parkplätze.
- Sprache: kaum Englisch, doch das Personal bemüht sich um Verständigung.
- Bestellen: Zusätzliche Spieße früh bestellen, da der Vorrat begrenzt ist.
- Getränke: starke Sake-Auswahl, dazu Shochu; beim Wein ist die Auswahl schwach.










