Unter Soba-Liebhabern in Kyoto wird der Name Ogawa mit Ehrfurcht ausgesprochen. Dieses kleine, unscheinbare Restaurant im ruhigen Stadtteil Kita widmet sich der Kunst der handgemachten Soba, genauer gesagt einer außergewöhnlich feinen, duftenden Nudel mit einer festen, geschmeidigen Textur. Das Können des Meisters zeigt sich in der Gleichmäßigkeit des Schnitts, der für ein kräftiges Aroma und ein ausgeprägtes Mundgefühl sorgt.
Gäste loben durchweg die Nudeln als den Star des Angebots. Die am meisten gefeierte Kombination ist das Kamo Seiro, Soba zum Dippen, serviert mit einer reichhaltigen, tief-würzigen Brühe, die großzügige, saftige Entenfleischscheiben enthält. Das Kamo Shioyaki (salzgegrillte Ente) ist ein weiteres Highlight, das oft als Beilage bestellt wird. Kritiker schätzen auch die Details, von den sorgfältig ausgewählten Gewürzen wie frischem Wasabi und geriebenem Daikon bis hin zum dicken, nahrhaften Soba-yu (heißes Soba-Kochwasser), das am Ende der Mahlzeit serviert wird.
Die Hingabe zum Handwerk hat ihren Preis, sowohl in Yen als auch in Zeit. Die häufigste Beschwerde betrifft die Wartezeit. Mit nur einer Handvoll Tische und einem kleinen Team ist der Service bewusst langsam und methodisch; rechnen Sie mit einer Verweildauer von 30 bis 90 Minuten. Die Portionen gelten als bescheiden, und es ist nicht ungewöhnlich, dass das Restaurant frühzeitig ausverkauft ist und schließt. Eine strenge Fotorichtlinie erlaubt nur eine kurze Aufnahme, wenn das Essen serviert wird.
Ein typisches Mittagessen kostet zwischen 1.000 und 1.999 ¥, wobei die Bestellung der beliebten Entengerichte den Gesamtpreis erhöht. Gäste zahlten kürzlich etwa 1.100–1.300 ¥ für eine einfache Zaru Soba, während das charakteristische Kamo Seiro etwa 2.500 ¥ kostete. Für diejenigen, die außergewöhnliche Nudelkunst über alles schätzen, bietet das Ogawa ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Es ist jedoch nicht der richtige Ort für ein schnelles, günstiges oder sättigendes Mittagessen.
- Reservierung: Reservierungen werden nicht angenommen. Kommen Sie früh, um einen Platz zu bekommen, da Wartezeiten üblich sind und das Restaurant oft schließt, sobald es ausverkauft ist.
- Anfahrt: Das Restaurant ist 15 Gehminuten vom Bahnhof Kitayama oder 20 Gehminuten vom Bahnhof Kitaoji (U-Bahn-Linie Karasuma) entfernt. Alternativ sind es 1–5 Gehminuten von den Bushaltestellen Shimomidoricho oder Kamihorikawa.
- Bezahlung: Nur Barzahlung. Kreditkarten, elektronisches Geld und QR-Code-Zahlungen werden nicht akzeptiert.
- Sitzplätze: 12 Plätze an Tischen. Keine privaten Räume.
- Service: Der Service ist bewusst langsam; planen Sie mindestens eine Stunde für Ihre Mahlzeit ein.
- Fotografieren: Das Fotografieren ist eingeschränkt. Ein schnelles Foto bei der Servierung des Gerichts ist in der Regel gestattet.
- Rauchen: Das gesamte Restaurant ist rauchfrei.
- Parken: Keine eigenen Parkplätze, aber gebührenpflichtige Münzparkplätze sind in der Nähe verfügbar.









