Mitsuhisa Honke (しゃぶしゃぶ光久本家) ist das Schwesterlokal des bekannten Shabu Shabu Kin und serviert genau ein Menü: Shabu-Shabu vom Agu, der alten Schweinerasse Okinawas. Scheiben von Rücken und Bauch werden kurz in einer leichten Brühe aus Bonito und Kombu gegart. Ponzu oder Sesamsauce gibt es nicht. Stattdessen würzt man mit Shiikwaasa-Pfeffer, dem lokalen Yagaji-Salz oder einem Miso mit Schweineschmalz. Rund 18 Inselgemüse, viele davon auf dem Festland unbekannt, kommen in denselben Topf.
Das meistgenannte Highlight, quer durch alle Sprachen: eine Scheibe rosa gegarter Rücken, gewickelt um Umibudo (Meerestrauben). Fast jede Bewertung lobt das Fleisch als kräftig, aber nie schwer und ohne Fehlgeruch. Das Personal gart die ersten Runden selbst und erklärt jedes Gemüse, was viele Gäste eigens hervorheben. Gelobt werden außerdem der cremige Jiimaami-Dōfu (Erdnuss-Tofu) als Vorspeise, eine Brühe, die man trinken möchte, und die Nudeln zum Abschluss, gekocht in der angereicherten Brühe.
Kritik betrifft vor allem den Preis. Zwei Gäste aus Taiwan fanden ihn für einen Eintopf zu hoch, ein englischsprachiger Gast die Fleischportion zu klein. Einmal wurde von vergessenen und verspäteten Gängen bei vollem Haus berichtet. Einige japanische Gäste fanden, das Lokal werde seinem Ruf nicht ganz gerecht, oder zogen den Konkurrenten Matsumoto vor.
Geöffnet ist nur abends, Mittagstisch gibt es nicht. Gäste zahlten 2025–2026 etwa ¥7.480 pro Person inklusive Steuer für das Agu-Shabu-Shabu-Menü. Eine fünfköpfige Familie zahlte insgesamt ¥45.400 für fünf Menüs, sechs alkoholische und drei alkoholfreie Getränke. Fleisch und Gemüse lassen sich nachbestellen, Preise dafür nennen die Bewertungen nicht. Mit Getränken liegt man abends bei ¥8.000–9.999 pro Person. Auf die Rechnung kommt ein Servicezuschlag; seine Höhe ist nicht angegeben.
Als Abendessen für einen besonderen Anlass ist das ein fairer Preis, und die meisten Gäste bewerten das Preis-Leistungs-Verhältnis gut. Große Esser und wer günstigeren Hotpot gewohnt ist, sind weniger überzeugt.
- Anfahrt: etwa 5 Minuten zu Fuß von der Station Kenchō-mae, nahe der Kokusai-dōri.
- Reservierung: notwendig. Gäste buchten zwischen 2–3 Wochen und 3 Monaten im Voraus, an Feiertagen ist alles belegt. Online-Buchung ist möglich, telefonisch nimmt das Lokal Reservierungen von 14:00 bis 22:00 an. Vereinzelt bekamen Gäste ohne Reservierung um 17:00 einen Platz, darauf verlassen sollte man sich nicht. Da nur das Menü serviert wird, sind reine Tischreservierungen nicht möglich.
- Altersbeschränkung: Kinder, die noch nicht zur Grundschule gehen, haben keinen Zutritt. Ältere Kinder müssen mit demselben Menü wie Erwachsene reserviert werden.
- Bezahlung: Karten (VISA, Mastercard, JCB, AMEX, Diners), E-Geld und QR-Code-Zahlung. Ein Servicezuschlag wird berechnet.
- Plätze: 54 Plätze. Separees für 4, 6, 8 und 10–20 Personen.
- Rauchen: Nichtraucherlokal.
- Parken: keine eigenen Parkplätze, ein Münzparkplatz ist in der Nähe.
- Sprache: englische und chinesische Speisekarten vorhanden, das Personal spricht aber kaum Englisch. Ponzu gibt es auf Nachfrage.









