Der Koch hat bei Torichō gelernt, dem schwer buchbaren Yakitori-Lokal in Tokio. Er kauft seltenes Jidori, also Freilandhuhn alter Rassen, als ganze Tiere aus Shiga, Akita und Miyazaki und grillt es über Binchōtan-Holzkohle. Dazu gibt es einen Keller mit mehr als 200 Naturweinen, eine Kombination, die in Sapporo selten ist. Abends werden nur Menüs serviert, einzelne Spieße lassen sich dazubestellen.
Fast alle Kritiken loben das Grillhandwerk. Die Gäste heben saftige Momo-Spieße (Keule) mit knuspriger Haut und zartes Sasami (Brustfilet) hervor. Auch das kurz angeflämmte Tataki von Brust und Keule wird immer wieder erwähnt. Am häufigsten genannt wird das Jidori-Menchi-Katsu-Sando, ein Sandwich mit frittiertem Hackfleisch vom Huhn. Viel Lob erhalten außerdem die cremige Paitan-Brühe im Mizutaki-Eintopf und der Ramen zum Abschluss. Mehrere Gäste sprechen von Yakitori auf Spitzenniveau für Hokkaido.
Die meiste Kritik gilt dem Service. Der Inhaber soll am Telefon seufzen, Gäste drängen und Stammkunden bevorzugen, und laute Freunde des Hauses stören den Raum. Manchen waren die Beilagen zu fad und die Portionen zu klein. Bemängelt werden außerdem ungleich eingeschenkter Wein, ein langsames Tempo (ein Abend dauerte drei Stunden) und eine einzelne Traube als Dessert.
In den Jahren 2025–2026 zahlten Gäste rund ¥9.900 für das Yakitori-Menü oder das Menü mit Yakitori und Mizutaki. Das Sukiyaki-Menü mit Foie gras kostete ¥12.100–13.200. Ein Fassbier kam auf etwa ¥800. Offene Weine stehen ab ¥1.400 auf der Karte, ein Gast errechnete aber rund ¥2.000 pro Glas. Zwei Personen mit einer Flasche Wein und weiteren Getränken zahlten knapp über ¥30.000. Mittags ist geschlossen, und abends liegt man typischerweise bei ¥10.000–15.000 pro Person.
Für Jidori dieser Qualität empfinden die meisten den Preis als fair und die Menüs als sättigend. Getränke treiben die Rechnung allerdings in die Höhe, und eine Minderheit hält das Lokal für überteuert für Yakitori in Sapporo.
- Anfahrt: 3 Gehminuten von der Station Nishi 11-chome (Tozai-Linie, Ausgang 2) oder 3 Minuten von der Straßenbahnhaltestelle Chuo-kuyakusho-mae. Von Odori sind es etwa 5 Minuten mit dem Taxi.
- Reservierung: erforderlich, spontane Besuche sind nicht möglich. Plätze werden auf Tabelog etwa einen Monat im Voraus freigegeben. Gäste aus dem Ausland sollen über die Website des Restaurants buchen. Wer keinen Alkohol trinkt, wird nicht angenommen.
- Kinder: nur am Wochenende erlaubt.
- Dresscode: Gäste mit starkem Parfüm oder Duft können abgewiesen werden.
- Bezahlung: Visa, Mastercard, JCB, Amex und Diners werden akzeptiert. Auch E-Geld (Suica und andere IC-Karten, iD, QUICPay) und QR-Zahlung (PayPay, d Barai, Rakuten Pay, au PAY, Alipay) sind möglich. Vor der Bestellung einer Flasche Wein sollte man den Preis erfragen, da einem Gast mehr als angegeben berechnet wurde.
- Plätze: insgesamt 18: 7 an der Theke, ein Vierertisch und zwei Zweiertische. Sitzwünsche werden nicht garantiert. Separée gibt es keine, das Lokal lässt sich aber für bis zu 20 Personen exklusiv mieten. Es ist rollstuhlgerecht.
- Rauchen: komplett rauchfrei.
- Parken: keine eigenen Plätze, Parkplätze gibt es in der Nähe.
- Sonstiges: Fotos vom Innenraum sind nicht erlaubt, Speisen und Getränke darf man fotografieren. Allergien sollte man bei Ankunft erneut nennen. Das Team ist klein, daher reichlich Zeit einplanen.








