Tokio hat die weltweit höchste Dichte an herausragenden Restaurants: mehr Michelin-Sterne als Paris und New York zusammen, und die lokale Messlatte setzt Tabelog — das japanische Bewertungssystem, in dem schon 3,5 Punkte eine Ausnahmeküche bedeuten. Dieses Ranking versammelt die besten Lokale der Stadt, von Omakase-Sushi-Theken in Ginza über Ramen-Läden an den Bahnhöfen bis zu Third-Wave-Cafés. Jedes Lokal erhält eine redaktionelle Note von A+ bis F, die den Tabelog-Wert, Bewertungen und die reale Chance auf einen Platz berücksichtigt.
Am einfachsten orientiert man sich nach Vierteln. Spitzenküche konzentriert sich in Ginza und rund um den Bahnhof Tokyo; Izakayas und Bars füllen Shinjuku (Golden Gai, Omoide Yokocho) und Shibuya; jahrhundertealte Institutionen leben in Asakusa weiter; die frischesten Meeresfrüchte gibt es am äußeren Tsukiji-Markt. Spartipp: Mittagsmenüs in Ein- und Zwei-Sterne-Restaurants kosten oft das Drei- bis Fünffache weniger als das Abendessen aus derselben Küche.
Die goldene Regel in Tokio: rechtzeitig reservieren. Top-Sushi- und Kaiseki-Theken sind Wochen im Voraus ausgebucht, und manche Häuser nehmen neue Gäste nur auf Empfehlung eines Stammgastes an — solche Lokale sind auf den Karten markiert. Zugleich funktionieren Tausende hervorragende Ramen-Läden, Izakayas und Cafés ganz ohne Reservierung: Das Verfügbarkeits-Badge auf jeder Karte zeigt, wo man einfach hineinspazieren kann. Und Bargeld nicht vergessen — kleine Familienbetriebe akzeptieren noch immer nicht überall Karten.